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Kostenloses WLAN für Köln

Unitymedia startet 34 Verstärkerpunkte

4. August 2015 | 12:30 | red
Matthias Emmermann erläutert den Aufbau des kostenlosen WLAN-Netzes für Köln. Bundesweit sollen so 100 Städte erschlossen werden.  Bild: Köln Nachrichten

Matthias Emmermann erläutert den Aufbau des kostenlosen WLAN-Netzes für Köln. Bundesweit sollen so 100 Städte erschlossen werden. Bild: Köln Nachrichten

Die Stadt Köln und ihre belebtesten Plätze haben am heutigen Dienstag einen großen Schritt in die digitale Zukunft unternommen. Der Kölner Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat stadtweit 34 Zugangspunte für das schnelle Internet freigeschaltet.

Wie die Verantwortlichen des Kölner Netzbetreibers am heutigen Dienstag bekannt gaben, ermöglicht eine unkomplizierte Anmeldung über Handy und Zugangsdaten (per SMS) eine 24-stündige Freischaltung. Allerdings ist die Zugangsgeschwindigkeit auf 10 Mbit pro Sekunde im Download und ein Mbit pro Sekunden im Upload beschränkt. Innerhalb der 24 Stunden stehen jedem Anmelder maximal 100 Mbit Übertragungsvolumen zur Verfügung. Wer dieses Datenvolumen erreicht hat, surft mit 64 Kbit pro Sekunde weiter. Nach Ablauf der 24 Stunden können sich Nutzer erneut über SMS bei Unitymedia anmelden. Pro Monat kommt dabei ein beachtliches Datenvolumen von drei Gbit zusammen.

Die flächendeckende stadtweite Versorgung mit WLAN macht keinen Sinn. Deshalb haben wir 17 so genannte Hotzones definiert, die wir nun sukzessive mit Internetzugängen versorgen wollen“, erläuterte der Leiter der Abteilung Business Development WiFi, Matthias Emmermann, beim heutigen Pressegespräch. Die Verstärkerpunkte sollen eine Reichweite von rund 100 Metern haben und bis zu 500 Nutzer gleichzeitig und ohne Geschwindigkeitseinschränkungen mit dem World Wide Web verbinden.

Zugleich bietet Unitymedia für Gaststätten, Cafés oder auch Arztpraxen seit diesem Wochenende sein neues Produkt „PowerSpot“ an. Für einen monatlichen Mietpreis von 25 Euro können Gaststätten hier ihren eigenen Hotspot anmieten und so kostenfreies Internet für die Gäste anbieten. Das soll die Verdichtung der Internetversorgung zudem befördern, hieß es dazu weiter. Und für die Neukunden unter den gewerblichen Anbietern gibt es zudem die Möglichkeit, eine so genannte „Landing Page“ ins Netz zu stellen und so ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen.

Der Service ist aber keineswegs nur ein Geschenk, sondern ein strategischer Ansatz. So will der Kabelnetzbetreiber, der mit seinen Glasfasernetzen eigenen Angaben zufolge 92 Prozent der Kölner Haushalte erreicht, vor allem den Bestandskunden ein zusätzliches und sichtbares Angebot unterbreiten. Alle anderen werden mit den Hotspots auf die Angebote von Unitymedia aufmerksam gemacht. Spätestens im kommenden Jahr will man zudem weitere Angebote freischalten, die WLAN mit höheren Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht. Weitere Details sind derzeit aber noch in Arbeit, wie Emmermann ausführte.

Der weitere Ausbau – nicht nur in Köln

Die Grafik zeigt die 17 "Hotzones", die Unitymedia für die Versorgung mit kostenfreiem WLAN vorgesehen hat.  Grafik: Unitymedia

Die Grafik zeigt die 17 „Hotzones“, die Unitymedia für die Versorgung mit kostenfreiem WLAN vorgesehen hat. Grafik: Unitymedia

Bis Ende dieses Jahres will Unitymedia sein kostenloses WLAN in den 17 definierten Hotzone komplettieren. Bei möglichen „weißen Flecken“ in der Versorgung setzt das Unternehmen auf Kooperationen. Wie viele Verstärkerpunkte Unitymedia dazu benötigt, steht ebenfalls noch nicht abschließend fest. Für die Domstadt nannte Emmermann eine Zahl, die in etwa eine Verdopplung des Startangebots von 34 Verstärkerpunkten gleichkommt. Über die Höhe der damit verbundenen Investitionen machten die Verantwortlichen ebenfalls keine Angaben.

Der Zugang zu mobilem Internet ist heute für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Über unser Coaxial-Glasfasernetz können wir hohe Bandbreiten und Übertragungsgeschwindigkeiten anbieten. Beste Voraussetzungen, um die Daten der WLAN-Nutzer schnell und sicher zu übertragen“, so Emmermann weiter. Die Daten lassen sich dabei sowohl in ungesicherter wie auch mit WPA2-Verschlüsselung übertragen. Köln ist die dritte Stadt mit diesem Service. Am Freitag vergangener Woche wurde der Service in Frankfurt am Main, tags zuvor in Düsseldorf freigeschaltet. Bis Ende 2015 will das Unternehmen bundesweit 100 Städte mit kostenlosem WLAN versorgen, hieß es dazu abschließend.

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