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Digitalisierung bei Unitymedia

Kölner Kabelnetzbetreiber stellt sein Analog-TV-Netz ab

4. April 2016 | 15:00 | red
v.l.n.r.: Thomas Langheinrich (LFK Baden-Württemberg), Dr. Jürgen Brautmeier (LfM), Joachim Becker (LPR Hessen), Lutz Schüler und Christian Hindennach (beide Unitymedia) haben entschieden. Mitte 2017 wird das analoge TV-Programm abgestellt. Bild: Unitymedia

v.l.n.r.: Thomas Langheinrich (LFK Baden-Württemberg), Dr. Jürgen Brautmeier (LfM), Joachim Becker (LPR Hessen), Lutz Schüler und Christian Hindennach (beide Unitymedia) haben entschieden. Mitte 2017 wird das analoge TV-Programm abgestellt. Bild: Unitymedia

Im kommenden Jahr wird der Kölner Kabelnetzbetreiber Unitymedia sein analoges TV-Programm abschalten. Danach sind im Netz der Libery Media-Tochter nur noch digitale Kabelinhalte zu sehen.

Wie die Verantwortlichen des Netzbetreibers am heutigen Montag ankündigten, erfolgt die Abschaltung nach derzeitiger Planung zur Jahresmitte 2017. Der führende Kabelnetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg setzt damit einen weiteren Meilenstein bei der Volldigitalisierung der Kabelnetze in Deutschland. Gemeinsam mit den Landesmedienanstalten von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg informiert Unitymedia Kunden und Verbraucher über die weiteren Schritte in eine digitale TV-Zukunft, hieß es dazu aus der Kölner Unternehmenszentrale.

Die steigende Digital-TV-Nutzung sowie veränderte Sehgewohnheiten der Nutzer sorgen für Nachfrage nach weiteren digitalen Kapazitäten. Die Menschen konsumieren heute Inhalte, wo und wann sie wollen. Einfach nur auf der Couch auf die Lieblingssendung warten – das ist vorbei. Wir schöpfen zukünftig das volle Potential unserer Netze aus und sind 100 Prozent digital – auch im Fernsehen“, erklärte Lutz Schüler, CEO von Unitymedia.

Die LfM hat den gesetzlichen Auftrag, die Digitalisierung zu fördern. Nach Satellit und Terrestrik wird demnächst – endlich! könnte man sagen – auch das Kabel volldigitalisiert sein. Damit ist die Schlussmelodie gespielt in der Umstellung von analog auf digital. Für uns bleibt wichtig, dass die Zuschauer ein faires Angebot zum Umstieg bekommen“, ergänzte der Direktor der Landesanstalt für Medien, Dr. Jürgen Brautmeier.

Der Weg zum digitalen TV ist einfach. Für Kunden entstehen keine Zusatzkosten. Hanau wird als erste volldigitalisierte Stadt in Deutschland dazu den Startschuss geben, sie soll offiziell die erste volldigitalisierte Stadt im Einzugsgebiet des Kölner Netzbetreibers werden, hieß es dazu weiter. Mit der Digitalisierung erhöht sich nach Angaben der Landesmedienanstalten die Vielfalt der bereits verfügbaren HD-Sender, argumentierten die Medienaufseher weiter.

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