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Kampf gegen Salafimus nun auch im Münsterland

Aktion ‚Wegweiser‘ ab sofort auch in Münster

7. Dezember 2016 | 13:15 | red
Bild: Staatskanzlei NRW / Ralph Sondermann

Bild: Staatskanzlei NRW / Ralph Sondermann

Die kreisfreie Stadt Münster gehört ab sofort zu den Großstädten in Nordrhein-Westfalen, in denen das landesweite Präventions- und Hilfsangebot „Wegweiser“ umgesetzt wird. Münster ist die jüngste Kommune der Maßnahme, 2017 wird damit die Zahl der Standorte auf 13 steigen.

Wie das Landesinnenministerium am heutigen Mittwoch bekannt gab, soll die Präventionskampagne junge Menschen davor bewahren, sich radikalen Islamisten anzuschließen und sich für ihre Zwecke manipulieren zu lassen. Dabei wollen die Initiatoren verhindern, dass junge Menschen überhaupt in die extremistische Salafisten-Szene hineinrutschen. In Münster hat nun mit Unterstützung des Ministerium eine neue Beratungsstelle ihre Arbeit aufgenommen. Träger ist der Verein sozial-integrativer Projekte (ViP).

Der gewaltbereite Salafismus ist eine Bedrohung für unsere Gesellschaft. Gerade Kinder und Jugendliche werden zum Ziel pseudoreligiöser Missionare. Dagegen wappnen wir uns“, stellte NRW-Innenminister Ralf Jäger klar. „Als Stadtgesellschaft müssen wir frühzeitig möglichen Radikalisierungen begegnen. ViP bringt die notwendige Erfahrung und Kompetenz mit, um eine erfolgreiche Präventionsarbeit in Münster zu ermöglichen“, ergänzte die Münsteraner Stadträtin Cornelia Wilkens.

Wegweiser“ wird es ab Anfang kommenden Jahres damit an dreizehn Standorten in NRW geben. Das Programm verfolgt einen umfassenden Ansatz und nimmt die gesamte individuelle Lebenssituation der Betroffenen in den Blick – von der Schule über das soziale Umfeld bis in die jeweilige Familie. Das Angebot wird von besorgten Angehörigen, Freunden und Lehrern angenommen.

Das Angebot dürfte sich auch im hohen Norden des Bindestrichlandes etablieren. Pro Woche gibt es rund 50 Anfragen an die Sozialarbeiter der jeweiligen Träger. Die Wegweiser-Teams bieten auch Vorträge, beispielsweise an Schulen an. Das Netz der Anlaufstellen werde in NRW künftig – mit bis zu 25 Standorten und mobilen Teams – noch engmaschiger. Eine Erfolgsgarantie, dass damit alle potenziellen Salafisten davor bewahrt werden können, in die radikale Szene abzurutschen, aber gebe es nicht, so Jäger abschließend.

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