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Flüchtlingsunterbringung im Regierungsbezirk Köln

Erstaufnahmeeinrichtung bleibt in Köln

26. August 2016 | 10:30 | red
An der Alteburger Straße steht die zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes NRW. Deren Flüchtlinge werden auf den Verteilungsschlüssel in Köln angerechnet.  Bild: Köln Nachrichten

An der Alteburger Straße steht die zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes NRW. Hier sind weiterhin bis zu 1000 Flüchtlinge untergebracht. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat auf die rückläufigen Flüchtlingszahlen reagiert und Veränderungen in den einzelnen Standorten des Landes bekannt gegeben. Bis Mitte kommenden Jahres soll die Umstellung erfolgt sein.

Wie die Kölner Bezirksregierung am heutigen Freitag in einer Pressemitteilung erläuterte, bleibt der Standort Köln (die Erstaufnahmeeinrichtung befindet sich auf dem Gelände der früheren Dom-Brauerei an der Alteburger Straße) erhalten. Das Land NRW plant hier Kapazitäten von 800 Flüchtlingen, zuzüglich einer Reserve von weiteren 200. Zusammen mit dem Standort Bonn beläuft sich die geplante Kapazität auf 2500 Plätze in diesen Erstaufnahmeeinrichtungen.

Im Kölner Regierungsbezirk gibt es darüber hinaus weitere 30 Einrichtungen in verschiedenen Städten, die zusammen mit den Erstaufnahmeeinrichtungen eine Kapazität von 12.500 Plätzen vorhalten. Im Rahmen der neuen Unterbringungsplanung geht die Landesregierung von 50.000 Plätzen aus. Bisher hielt das Land NRW 62.500 Plätze bereit. Von den 50.000 Plätzen sollen 35.000 aktiv genutzt werden. 10.000 Plätze sollen in Einrichtungen vorgehalten werden, die im Bedarfsfall innerhalb weniger Tage wieder aktiviert und genutzt werden könnten. Zusätzlich werden Flächen vorgehalten, um schnell und flexibel weitere 5000 Unterbringungsplätze schaffen zu können, so die neue Strategie der zuständigen Landesministeriums.

Die Bezirksregierung verspricht eine gleichmäßige Verteilung der Kapazitäten auf die einzelnen Regierungsbezirke unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit. Vor diesem Hintergrund werden die aktuellen Planungen fortlaufend überprüft und angepasst, hieß es dazu abschließend.

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