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Regionalkonferenz in Köln

Experten beraten über Strategien gegen Salafismus

25. März 2015 | 17:00 | red
Regierungspräsidentin Gisela Walsken begrüßte heute die Gäste einer Regionalkonferenz zum Thema "gewaltbereiter Salafismus".  Bild: Bezirksregierung Köln

Regierungspräsidentin Gisela Walsken begrüßte heute die Gäste einer Regionalkonferenz zum Thema „gewaltbereiter Salafismus“. Bild: Bezirksregierung Köln

Der Salafismus ist eine zunehmende Bedrohung für die Bundesrepublik. Mit einer Regionalkonferenz, die am heutigen Mittwoch in der Kölner Bezirksregierung stattfand, haben sich Experten über mögliche Strategien gegen die gewaltbereiten Fanatiker ausgetauscht.

Regierungspräsidentin Gisela Walsken eröffnete Konferenz zum Thema Salafismus am heutigen Mittwoch selbst. Mit dieser Zusammenkunft will das Landesinnenministerium den Kampf gegen die gewaltbereiten Extremisten, die sich auf den Koran berufen, in die Fläche tragen. Dabei geht es auch um den Informationsaustausch der beteiligten Vertreterinnen und Vertreter.

In ihrer Eröffnungsrede betonte die Gastgeberin die Notwendigkeit dieses Diskurses und Wichtigkeit präventiver Maßnahmen angesichts des wachsenden Problems extremistischen Salafismus. „Salafisten versuchen über das Internet, Vereinsarbeit oder durch Infostände in Fußgängerzonen ihre Inhalte und Ziele insbesondere an junge Menschen weiterzureichen. Dies führt zu Radikalisierungen und oft auch zu Ausreisen in die Bürgerkriegsregionen in Syrien oder im Nordirak“ so Walsken.

Große Hoffnungen setzt auch der Landesverfassungsschutz auf präventive Strategien. Das erklärte der Leiter der Landesbehörde Freier. Seit 2012 stellen die Staatsschützer auch im bevölkerungsreichsten Bundesland einen starken Anstieg der Zahl gewaltbereiter Aktivisten. Dabei erläuterte Freier auch die bisherige Präventionsstrategien.

Erklärtes Ziel der Regionalkonferenz ist neben der umfassenden Information der öffentlichen Stellen der Aufbau eines Netzwerks gegen extremistische und terroristische Tendenzen. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Integrationsfachstellen, Polizei und Wissenschaft nahmen an der Konferenz teil.

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