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Hochwasserschutz im Regierungsbezirk Köln

Neues Risikomanagement für Rhein und Maas steht

22. Dezember 2015 | 15:30 | red
Bild: Köln Nachrichten

Das Hochwasserrisiko an Rhein und Maas bleibt. Die neuen Vorsorgepläne sollen aber die Maßnahmen zum Hochwasserschutz optimieren. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Nach rund sechs Jahren intensiver Abstimmungen hat die Kölner Bezirksregierung am heutigen Dienstag Vollzug gemeldet. Die Landesmittelbehörde hat nun seine überarbeiteten Hochwasserrisikomanagementpläne für Rhein und Maas veröffentlicht.

Wie die Verantwortlichen der Aufsichts- und Genehmigungsbehörde weiter bekannt gaben, umfassen die neuen Pläne die beiden Hauptflüsse im Zuständigkeitsbereich. Die sechsjährigen Abstimmungen waren auch deshalb notwendig, weil die Bevölkerung im Umfeld der beiden Wasserstraßen in die Entscheidungen eingebunden waren. Neben der Öffentlichkeit waren auch die Wasserverbände im Einzugsgebiet von Rhein und Maas sowie die Kommunen an den Abstimmungen beteiligt.

Die neuen Pläne informieren über bestehende Hochwassergefahren und dokumentieren, was die beteiligten Akteure beitragen und zukünftig beitragen wollen, um Risiken aus Hochwasserereignissen zu verringern. Damit werden die seit vielen Jahren auf allen Ebenen des Landes bestehenden Aktivitäten zum Hochwasserschutz und zur Hochwasservorsorge fortgeführt und im Sinne eines umfassenden Managements zum Umgang mit den Risiken erweitert, hieß es dazu weiter.

Grundlage für die Festlegung eines solchen Risikomanagements ist die Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie der Europäischen Union (EU), die diesen Begriff auch geprägt hat. Die Vorgaben dieser Richtlinie sowie des Wasserhaushaltsgesetzes soll nun alle sechs Jahre überprüft und dokumentiert werden, wieweit die Umsetzung der Maßnahmen vorangeschritten ist und welche zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sind.

Eine wichtige Grundlage zur Beurteilung der Risiken und Ermittlung des sich daraus ergebenden Handlungsbedarfs bilden die Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten. Sie dienen unter anderem als Grundlage bei der Bauleitplanung oder der Gefahrenabwehr. Sie geben den Bürgerinnen und Bürgern zudem Hinweise zur Betroffenheit bei Hochwasserereignissen und helfen Ihnen bei der Planung von organisatorischen oder baulichen Schutzmaßnahmen gegen Hochwasserschäden im Rahmen der Eigenvorsorge.

Kompakte Infos in Form so genannter „Steckbriefe“ sollen das Gesamtkonzept auf die kommunale Ebene herunterbrechen. Hier sind dann auch alle für das Gebiet der Kommune relevanten Maßnahmen enthalten, unabhängig davon, welche Gebietskörperschaft (Kommune, Land, Regionalplanung u.a.) für die Planungen verantwortlich zeichnet.

Die Pläne stehen online zur Ansicht bereits. Mehr erfahren sie auf der Internetseite der Kölner Bezirksregierung: http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/leistungen/abteilung05/54/hochwasserschutz/richtlinie_/index.html.

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