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NRW: Neuer Vorstoß – Journalismus soll gemeinnützig werden

25. Juni 2014 | 17:20 | red

Der Branchendienst Newsroom hat am heutigen Mittwoch über einen Vorstoß der Liberalen im nordrhein-westfälischen Landtag berichtet. Demnach wollen die FDP-Abgeordneten, dass auch der Journalismus als gemeinnützig anerkannt werden kann. Längst sind bereits viele gesellschaftliche Aktivitäten solcherart anerkannt. Als Beispiele nannten die Liberalen die Segmente Sport, Kultur oder Tierschutz.

„Durch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit würde eine gleichberechtigte Möglichkeit der Unterstützung entstehen“, zitiert der Branchendienst einen entsprechendes Papier der Liberalen. Mit der grundsätzlichen Anerkennung der Gemeinnützigkeit bestehe auch die Möglichkeit, neue Medienprojekte zu finanzieren. „Nicht nur einige wenige, sondern vor allem die vielen kleinen, unabhängigen und innovativen Angebote im lokalen und regionalen Rahmen würden durch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit profitieren“, hieß es in dem Papier weiter.

Anerkannte gemeinnützige Gesellschaften oder Stiftungen könnten ihre Angebote damit steuerlich begünstigt anbieten. Auch könnten solche Gesellschaftsformen auch Spenden annehmen bzw. deren Stifter sie steuerlich absetzen, was bisher in diesem Feld nicht möglich ist. Die Gemeinnützigkeit soll zudem dazu führen, dass sich lokale Medien als gemeinnützige Vereine gründen, so ein weiteres Argument der Liberalen.