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UNICEF

UN-Kinderhilfswerk zeigt sich besorgt über Asylrechtspläne

14. Juni 2014 | 11:30 | red
Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die deutsche UNICEF-Sektion befürchtet eine weitere Beschränkung des Asylrechts. Darauf deuten die jüngsten Medienberichte hin. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die Bundesregierung plant offenbar eine Verschärfung des Asylrechts. Damit will das Bundesinnenministerium offenbar auf die weiter steigenden Flüchtlingszahlen reagieren, die derzeit ihren Weg nach Europa suchen.

Vor allem aus Schwarzafrika gelangen immer wieder Menschen entweder auf die Enklaven in Marokko, die zum spanischen Staatsgebiet gehören oder versuchen mit einer Bootsüberfahrt auf die italienische Insel Lampedusa zu gelangen. Immer wieder kentern Boote, über die Zahl der dabei gestorbenen Menschen gibt es nur grobe Schätzungen.

Die in Köln ansässige Sektion UNICEF Deutschland hat sich nun besorgt über aktuelle Medienberichte über einen Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums zum geplanten verschärften Umgang mit Asylbewerbern geäußert. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, sollen Asylbewerber künftig wesentlich leichter in Haft genommen werden können, rezitierten die Verantwortlichen.

„Die Politik muss ihrer Verantwortung für Familien, die vielfach schreckliches durchgemacht haben, gerecht werden. Insbesondere Kinder dürfen nicht kriminalisiert werden. Sie brauchen Schulunterricht, eine gute Gesundheitsversorgung und Betreuung“, erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.

Auf positive Reaktionen stieß hingegen der jüngste Beschluss der Innenministerkonferenz, das Kontingent syrischer Flüchtlinge deutlich auszuweiten. Das helfe, das unendliche Leid in dem Bürgerkriegsland zu lindern, lobte Schneider. Neben der Aufnahmezusage habe die Bundesregierung den Anrainerstaaten Syriens großzügige Hilfe angeboten, auch das werde die größte Not der vielen Hunderttausenden Geflüchteten abschwächen, ist sich der UNICEF-Geschäftsführer sicher.

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