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Grünpflege an Autobahnen

Baum- und Strauchpflege beginnt im Oktober

21. September 2016 | 13:30 | red
Bild: Köln Nachrichten

Ab kommendem Monat werden entlang der Landes- und Bundesstraßen wieder die Bäume und Sträucher zurückgeschnitten. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Der Landesbetrieb Straßen.NRW wird im kommenden Monat mit seinen alljährlichen Pflegemaßnahmen am öffentlichen Begleitgrün entlang der Autobahnen, Bundes- und Landstraßen beginnen. Vor den Mitarbeitern steht jede Menge Arbeit.

Wie die Landesbehörde am heutigen Mittwoch bekannt gab, ist die Gehölzpflege nicht nur aus optischen Gründen notwendig. An erster Stelle steht indes die Verkehrssicherheit. Auch das großflächige „auf den Stock setzen“ der Bäume ist deshalb mitunter notwendig. Die Pflegesaison endet turnusgemäß im Februar dieses Jahres.

Bäume und Sträucher erfüllen entlang von Straßen wichtige Funktionen: Sie dienen unter anderen als Sicht-, Blend- und Windschutz. Außerdem bieten sie Lebensraum für Säugetiere, Vögel und Insekten. Ohne regelmäßige Pflege könnten die Gehölze allerdings zur Gefahrenquelle werden. Kranke und alte Bäume verlieren ihre Standfestigkeit und könnten Auto- oder Radfahrer und Fußgänger gefährden. Zweige und Äste können Fahrzeuge beschädigen oder wichtige Hinweisschilder verdecken.

Bei den anstehenden Maßnahmen beachtet die Landesbehörde grundsätzlich die einschlägigen Vorschriften zu natur- und artenschutzrechtlichen Belangen gemäß dem Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen und dem Bundesnaturschutzgesetz. Die geplanten Maßnahmen werden an die zuständigen Landschaftsbehörden der jeweiligen Landkreise und kreisfreien Städte gemeldet. Neben eigenen Mitareitern greift der Landesbetrieb auch auf die Beauftragung von Fremdfirmen zurück.

Vermeintlicher „Kahlschlag“ verjüngt die Natur

Dabei mag der Begriff Gehölzpflege an manchen Stellen zunächst einmal irreführend klingen. Zwar setzt Straßen.NRW seit geraumer Zeit verstärkt auf eine „selektive Bestandspflege“, allerdings ist diese Methode, bei der Sträucher im Randbereich zur Straße zurückgeschnitten und im hinteren Bereich einzelne Bäume entfernt werden, nicht überall möglich. Instabile Altbestände und Gehölze, die lediglich in einem Abstand von drei bis fünf Metern zum Fahrbahnrand stehen, werden daher in der Regel wenige Zentimeter über dem Boden gekappt.

Der Fachmann spricht vom „auf den Stock setzten“. Das sieht zunächst einmal nicht gepflegt, sondern eher wüst aus – und wird von vielen Bürgern als „Kahlschlag“ wahrgenommen. Diese Methode hilft der Natur jedoch dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen. Schon relativ kurze Zeit später, wenn die Pflanzen wieder ihre Triebe ausbilden, bietet sich dem Betrachter ein ganz anderes Bild.

Weitere Informationen rund um die Gehölzpflege finden sie auch im Internet unter: www.strassen.nrw.de/gehoelzpflege.

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