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Bonn

Beratungsstelle gegen Radikalisierung kommt

20. Oktober 2014 | 17:30 | red
Das Präventionsprogramm „Wegweiser“ wird gut aufgenommen. Derzeit registrierten die drei Anlaufstellen mehr als 40 Anfragen pro Woche. Bild: BAMF

Die Beratungsstelle gegen extreme Anhänger des Islam wird auch in Bonn eröffnet. Bild: BAMF

Bonn wird schon bald eine Beratungsstelle gegen Radikalisierung erhalten. Die Einrichtung wird in Bonn bei einem freien Träger angesiedelt, die Kommune wird dabei vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützt. Sogar der amtierende Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte seine aktive Unterstützung zu.

Die neue Beratungsstelle entsteht vor dem Hintergrund der zunehmenden Radikalisierung von Salafisten und soll mit örtlichen Trägern in einem bundesweiten Experten-Netzwerk zusammenarbeiten und professionelle Beratung zum Thema Radikalisierung anbieten.

In Bonn wird die Beratungsstelle weiterer Baustein der Präventionsarbeit sein, die insbesondere die beim Oberbürgermeister angesiedelte Stabsstelle Integration der Stadt Bonn in den letzten Jahren aufgebaut hat und weiterhin intensiviert. Dazu gehören Präventionsprojekte und –maßnahmen beispielsweise für Schulen und Jugendeinrichtungen, für die der Rat der Stadt Bonn seit dem vergangenen Jahr Haushaltsmittel zur Verfügung stellt. Seit diesem Jahr gibt es zudem das Präventionsprogramm „Wegweiser“, das vom NRW-Innenministerium mitfinanziert wird.

„Nicht erst seit den Ausschreitungen in Lannesdorf und dem Bombenfund am Hauptbahnhof wissen wir, dass Bonn eine besondere Verantwortung hat, Radikalisierung zu verhindern und extremistischen Salafismus zu bekämpfen. Beides können wir als Kommune aber nicht alleine schultern. Viele müssen mitwirken. Ich freue mich daher sehr über die positive Antwort von Bundesinnenminister de Maizière. Damit bekommen wir gute Unterstützung für unsere Präventionsarbeit“, freute sich Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch.

Weitere Informationen zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finden sie auch im Internet unter: www.bamf.de.

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