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Verkehrsbeschränkung in Bonn

Rheinbrücke Bonn-Nord: Keine Schwertransporte mehr

7. Oktober 2016 | 13:00 | red
Symbolbild: Köln Nachrichten

Die Bonner Nordbrücke wird ab sofort für Schwertransporte ab 44 Tonnen gesperrt, noch eine Einschränkung im Verkehrsknoten Rheinland. Symbolbild: Archiv Köln Nachrichten

Schwertransporter mit einem Gesamtgewicht von mehr als 44 Tonnen müssen zukünftig die Autobahnbrücke Bonn-Nord über den Rhein weiträumig umfahren. Auf der Rheinbrücke haben Statiker Defizite festgestellt.

Bisher mussten Speditionen einen solchen Schwertransport bei den Genehmigungsbehörden anmelden, die Genehmigung wurde in der Regel prompt erteilt. Diese bisher geltende Praxis hat nun ein Ende, denn bei statistischen Untersuchungen haben die Brückenprüfer entsprechende Defizite festgestellt. Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 44 Tonnen dürfen weiterhin über die Brücke fahren.

Der landesbetrieb Straßen.NRW hat die Speditionsverbände und weitere Dachorganisationen bereits über die anstehenden Umwege solcher Schwertransporte informiert. Mittelfristig ist auch hier (wie auch in Leverkusen am nördlichen Kölner Autobahnring) ein Neubau geplant. Bis dahin muss das bestehende Brückenbauwerk funktionstüchtig gehalten werden. Derzeit laufen Vorbereitungen für so genannte Verstärkungsmaßnahmen.

Da auch die Brücken „Tausendfüßler“ und „Villemombler Straße“ im Verlauf der A565 für die „genehmigungspflichtigen Schwertransporte“ gesperrt sind, müssen die betroffenen Fahrzeuge über die Rheinquerungen im Verlauf der A46 (Fleher Brücke), der A44 (Flughafenbrücke) und der A4 (Rodenkirchener Brücke) ausweichen.

Die Brücke im Bonner Norden besteht aus drei Einzelbauwerken, den links- und rechtsrheinischen Vorlandbrücken sowie der eigentlichen Rheinbrücke. Diese stammt aus dem Jahr 1968 und ist eine Stahlbrücke. Allein die Brücke ist 520 Meter lang, mit den „Vorlandbrücken“ kommen noch einmal 770 Meter hinzu. Bei der letzten Zählung wurden mehr als 100.000 Fahrzeuge pro Tag registriert, darunter rund sechs Prozent Lkw. Über Details der statischen Defizite machten die Behörden keine Angaben.

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