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Prognose zur Pflegestatistik NRW

Landestatistiker erwarten bis 2060 bis zu einer Million Pflegebedürftige

6. Dezember 2016 | 12:30 | red
Grafik: IT.NRW

Grafik: IT.NRW

Die Zahl der pflegebedürftigen Personen wird sich im Zuge der weiteren demografischen Entwicklung langfristig erhöhen. Bis 2060 soll die Zahl der Pflegebedürftigen um mindestens ein Drittel steigen.

Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Dienstag bekannt gab, gehen die Statistiker bei ihren aktuellen Berechnungen von 581.500 Pflegebedürftigen im Jahr 2013 aus. Diese Zahl wird sich je nach Modellrechnung bis zum Jahr 2060 um 31 bis 58 Prozent erhöhen. Dabei wird der Anstieg in den Kreisen des Landes höher sein als in den kreisfreien Städten, so die Vorhersage des Landesamtes.

Wie der Präsident von IT.NRW, Hans-Josef Fischer, am heutigen Dienstag in Düsseldorf bekannt gab, gehen die Statistiker in der so genannten konstanten Variante davon aus, dass die durchschnittlichen Pflegequoten aus den Jahren 2011 und 2013 in Zukunft unverändert bleiben. Bis 2055 prognostizieren sie daher einen Anstieg auf 947.000, dem ein langsamer Rückgang auf 920.500 bis 2060 folgt. 63 Prozent der Pflegebedürftigen dürften dann weiblich sein. Allerdings holen die Männer in dieser Statistik etwas auf, ihre Zahl wird bis 2060 mit 65 Prozent stärker ansteigen als die der Frauen (+ 54 Prozent).

Bei der Trendvariante.gehen die Statistiker davon aus, dass mit einer steigenden Lebenserwartung auch eine bessere Gesundheit verbunden sein wird, sodass die pflegefreie Lebenszeit ansteigen wird. Folglich liegen die Zahlen der Pflegebedürftigen in dieser Berechnung deutlich unter denen der konstanten Variante. Bis 2055 rechnet das Landesamt hier mit einem Anstieg auf 787.000, auch bei dieser Variante wird die Zahl in den fünf Jahren danach wieder zurückgehen, nach Berechnungen des Landesamtes auf rund 763.400.

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