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Beschluss im Hauptausschuss der Stadt Köln

Acht neue Standorte für mehr als 2000 Flüchtlinge

6. Dezember 2016 | 12:45 | red
Hinter weißem Putz gut getarnte "Systembauweise": Die neue Flüchtlingsunterkunft für 80 Menschen in Longerich. Foto: ehu

Unterkünfte in „Systembauweise“. Die Stadt hat gestern neue Standorte für diese und andere Unterkünfte beschlossen. Foto: ehu/Archiv

Der Hauptausschuss des Kölner Stadtrats hat in seiner gestrigen Sitzung acht neue Standorte für temporäre Flüchtlingsunterkünfte beschlossen. Nach der Fertigstellung der Unterkünfte sollen hier mehr als 2100 Geflüchtete unterkommen.

CDU, Grüne und FDP setzten mit einem Änderungsantrag zudem noch einige Ausrufezeichen und beschlossen anschließend das Gesamtkonzept der Stadtverwaltung in geänderter Form. Die neuen Standorte verteilen sich auf die Stadtteile Longerich, Lindweiler, Roggendorf, Porz-Lind, Porz-Urbach, Holweide, Flittard und Fühlingen.

Mehr Plätze in Wohncontainern als im Systembauten

Mit jeweils bis zu 400 Personen werden die beiden aus mobilen Wohneinheiten bestehenden Unterkünfte am Schlagbaumsweg in Holweide und auf einem Grundstück nahe der Kreuzung Antoniusstraße / Auf dem Hühnerweg in Porz-Urbach die größten Standorte sein. Weitere Wohncontainer mit bis zu 320 Geflüchteten sind nahe der Kreuzung Aloys-Boecker-Straße / Frankfurter Straße im Stadtteil Porz-Lind geplant.

Die restlichen Standorte sollen in System- oder Holzbauweise errichtet werden. Hier wird der Standort Sinnersdorfer Straße im linksrheinischen Stadtteil Roggendorf sowie der Standort Neusser Landstraße / Blumenbergsweg in Fühlingen mit jeweils bis zu 240 Personen die größten sein. Am Erbacher Weg in Lindweiler entstehen Unterkünfte in Holzbauweise für bis zu 150, am Lindweiler Weg in Longerich Systembauten für bis zu 78 Personen.

Die bereits bestehende Unterkunft am Loorweg in Köln-Porz-Zündorf wird nicht erweitert. Die Gesamtzahl der zur Verfügung gestellten Plätze, die die Verwaltung ursprünglich vorgeschlagen hat, bleibt durch Verdichtungen und den beschlossenen zusätzlichen Standort Neusser Landstraße/Blumenbergsweg erhalten. Es entstehen insgesamt 2148 Plätze, führte die Stadt weiter aus.

Mindeststandards zur Unterbringung im Hinterkopf

Mit der Bereitstellung von Unterkünften der zweiten und dritten Stufe des Vier-Phasen-Modells zur Flüchtlingsunterbringung will die Stadt zusätzliche Kapazitäten schaffen, damit bei gleichbleibenden Flüchtlingszahlen der geplante Rückzug aus den Turnhallen fortgesetzt werden kann. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, Flüchtlinge unterzubringen.

Nach den Vorgaben des Königsteiner Schlüssels muss Köln 5,5 Prozent der NRW zugewiesenen Flüchtlinge aufnehmen. Mit knapp 13.500 Flüchtlingen bleibt die Zahl trotz rückläufiger Gesamtzahlen deshalb weiterhin auf einem hohen Niveau.

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