Adnet
Schaltplatz
Sanierung Deutzer Drehbrücke

Historische Brücke am Deutzer Hafen wird endlich saniert

17. Dezember 2015 | 18:00 | red
Die Drehbrücke in Köln-Deutz steht quer. Am heutigen Donnerstag war es wohl zu heiß für das Lager des Brückenbauwerks. Derzeit steht die Brücke quer.  Bild: ehu

Die Drehbrücke in Köln-Deutz stand 2015 gleich mehrfach quer. Nun soll die historische Brücke saniert werden. Bild: ehu/Archiv

Nach mehreren Ausfällen und notdürftigen Sanierungen steht nun einer umfassenden Sanierung der historischen Drehbrücke am Deutzer Hafen nichts mehr im Wege. Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag mehrheitlich einem Planungsauftrag zugestimmt.

Damit kann das historische und denkmalgeschützte Brückenbauwerk nun endlich und diesmal richtig saniert werden. Immer wieder gab es in den vergangenen Monaten Sperrungen, weil sich die Brücke zeitweise nicht mehr drehen ließ. In der Folge mussten alle Verkehrsteilnehmer mitunter weite Umwege in Kauf nehmen, um am Deutzer Hafen vorbei auf die Alfred-Schütte-Allee und damit zu den Poller Wiesen zu kommen.

Das Amt für Brücken und Stadtbahnbau hatte bei seinen jüngsten Untersuchungen einen umfangreichen Sanierungs- und Instandsetzungsbedarf festgestellt. Der wiederum erfordert gründliche Planungsarbeiten im Vorfeld. So müssen unter anderem und aufgrund von Korrosionsschäden Teile der Stahlkonstruktion ausgetauscht und der gesamte Korrosionsschutz einschließlich der Geländer erneuert werden. Der aus Beton gebaute Gehweg soll durch leichtere Stahlelemente ersetzt werden. Die Sanierung ist auch deshalb aufwändig, weil die Brücke selbst sich in einem hochwassergefährdeten Bereich befindet, hinzu kommen umweltrelevante Anforderungen, die bei der Planung mit einfließen werden.

Nachdem die Bezirksvertretungen Innenstadt und Porz sowie der Finanzausschuss zugestimmt haben, hat nun der Rat die Verwaltung beauftragt, die erforderlichen Ingenieurleistungen für die Planung und Ausführung zu vergeben. Die Kosten dafür werden mit 160.000 Euro veranschlagt. Die geschätzten Baukosten betragen zurzeit etwa 1,2 Millionen Euro, so dass sich Gesamtkosten von etwa 1,36 Millionen Euro ergeben.

Die nun erfolgende Planung soll nach deren Abschluss erneut in den Stadtrat. Dann steht der Baubeschluss an. Erst danach können die Bauarbeiten beginnen. Einen konkreten Zeitplan bis zur Realisierung nannten die Verantwortlichen aber nicht.

, , , , , ,