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NRW-Grüne stellen Landesliste für Bundestagswahl 2017 auf

Kein Platz für Kölner Volker Beck

3. Dezember 2016 | 17:00 | red
Volker Beck vertrat Kölns Grüne seit 1994 im Bundestag – ab 2017 muss er draußen bleiben. Foto: ehu

Volker Beck vertrat Kölns Grüne seit 1994 im Bundestag – ab 2017 muss er draußen bleiben. Foto: ehu

Der Kölner Volker Beck wird dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören: Bei der Aufstellung der Landesliste der Grünen NRW unterlag der langjährige Spitzenpolitiker bei der Abstimmung zu Platz 12. 1994 war der Experte für Innen- und Rechtspolitik erstmals in den Bundestag gewählt worden.

Die Kölner Grünen fühlen sich trotzdem weiter auf der Landesliste für die Bundestagswahl 2017 „gut gerüstet“. Der NRW-Landesvorsitzende Sven Lehmann hatte sich zum ersten Mal beworben und landete auf Platz 4, Die aktuelle Bundestagsabgeordnete Katharina Dröge, die für den Wahlkreis Ehrenfeld/Nippes/Chorweiler antritt, kam auf Platz 7. Auf Platz 1 wählten die Delegierten in Oberhausen mit 92 Prozent der Stimmen Britta Haßelmann (Bielefeld) , amtierende Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion.

Platz 12 belegt jetzt Friedrich Ostendorff, agrarpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion. Er setzte sich mit 69,6 Prozent der Delegiertenstimmen durch. Im Vorfeld hatte sich Prominente wie der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff oder Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, für eine Wiederwahl Becks stark gemacht. Der hatte im vergangenen Frühjahr für Negativ-Schlagzeilen gesorgt, als die Polizei bei ihm Party-Drogen fand. Das Verfahren wurde wegen geringer Schuld eingestellt, Beck musste 7000 Euro zahlen.

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