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Appell der Kölner Oberbürgermeisterin

Henriette Reker und türkischer Generalkonsul mahnen zur Mäßigung

27. Juli 2016 | 09:00 | red
Wenn's um Kölns Zukunft geht, will OB Henriette Reker mehr auf die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger hören. Foto: ehu

Sie appellierte zusammen mit dem türkischen Generalkonsul an die Demo-Teilnehmer am Wochenende. Foto: ehu/Archiv

In einem gemeinsamen Aufruf haben Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der türkische Generalkonsil Hüseyin Emre Engin einen gemeinsamen Appell an die vielen Tausend Demonstranten am Wochenende gerichtet.

Nach einem Gespräch zwischen Reker und Engin veröffentlichte das städtische Presseamt noch am gestrigen Dienstagnachmittag eine Erklärung, die sich an alle Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmer richtet, unabhängig von ihrer persönlichen Einstellung zum türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Ich habe mich heute mit dem türkischen Generalkonsul im Rathaus getroffen und ihn gebeten, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, um Organisatoren und Teilnehmer der angemeldeten Großdemonstration zu einem ausschließlich friedlichen Demonstrationsverlauf zu veranlassen“, betonte Reker nach dem Gespräch.

Der Generalkonsul stimmt der Oberbürgermeisterin zu, dass ausschließlich friedliche Demonstrationen akzeptiert werden können. „Köln versteht sich als Stadt der Vielfalt und des Dialoges. Alles muss unternommen werden, eine eventuelle Eskalation von vornherein zu verhindern. Jede Chance, mäßigend auf Demonstrationsteilnehmer einzuwirken, muss ergriffen werden. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen rufe ich persönlich dazu auf, sich ihre eigene, persönliche Verantwortung bewusst zu machen und ausschließlich friedlich die eigene politische Ansicht zu artikulieren“, so Reker abschließend.

Nach mehreren Gesprächen hatte die Polizei am gestrigen Nachmittag weitere Details des Demo-Wochenendes bekannt gegeben. So wurde unter anderem der Standort für die geplante Pro-Erdogan-Demonstration in gegenseitigem Einvernehmen festgelegt. Sie findet nun auf der Deutzer Werft, und damit durch Vater Rhein von den anderen Demos getrennt, statt (Köln Nachrichten berichtete).

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