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Die Rituale vor den „stillen Feiertagen“

Die Stadt informiert, die FDP protestiert

23. März 2016 | 12:45 | ehu

Karfreitag und die Halbtage davor und danach sind wieder „stille Feiertage“. Wie Volkstrauertag, Allerheiligen und Totensonntag. Regelmäßig informiert die Stadt Köln vorher, was dann alles verboten ist. Etwa gewerbliche Märkte, private Umzüge, Zirkusaufführungen oder die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten.

Regelmäßig meldet sich dann auch die FDP zu Wort und fordert die Abschaffung der „Zwangsberuhigung“. Sie hat sicherlich nicht Unrecht, wenn sie diese Verbote „überholt, kinder- und familienfeindlich“ nennt. Denn richtig ist sicher auch, dass vielen Bürgerinnen und Bürgern dieser Tag als kirchlicher Feiertag herzlich egal geworden ist.

Als liberale Partei sollte die FDP aber die religiöse Bedeutung insbesondere der Ostertage respektieren. Konsequenter als die Abschaffung der Verbote zu fordern, wäre es, diese Feiertage abzuschaffen. Aber dann wären das ja Arbeitstage (worüber sich die Arbeitgeber sicher freuen würden)! Solange aber auch die FDP diese Feiertage mitnimmt (gegebenenfalls auch die damit verbundenen Feiertagszuschlägen), muss man wohl das F in FDP als Abkürzung für Feiertagsschmarotzer lesen.

Lesen sie auch unseren Artikel im Archiv Köln Nachrichten.

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