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Diversity-Konzept für die Stadt Köln

Sozialausschuss berät über Diversity-Konzept

27. Oktober 2016 | 13:30 | red
Stadthaus

Die Stadt Köln will mit einem Diversity-Konzept punkten. Im Sozialausschuss macht die Verwaltungsvorlage die erste Runde. Symbolbild: Archiv Köln Nachrichten

Knapp zehn Jahre nach der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt hat die Stadtverwaltung für die heutige Sitzung des Ausschusses für Soziales und Senioren ein neues Diversity-Konzept für Köln ausgearbeitet.

Damit ist Köln die erste Stadt, die mit einem gesamtstädtischen Diversity-Konzept aufwartet. Damit will Köln sich als „moderne, offene, tolerante, zukunftsfähige und zukunftsweisende Arbeitgeberin und Großstadt“ positionieren. In der Beratungsfolge steht am heutigen Donnerstag der Ausschuss Soziales und Senioren auf der Agenda. Am 20. Dezember soll das Konzept dann abschließend zur Kenntnis genommen werden.

Damit Köln als Wohn- und Arbeitsort attraktiv bleibt und an Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit weiterhin zunimmt, bedarf es geeigneter Konzepte, Strategien und Maßnahmen. Diversity Management – der strategische Umgang mit Vielfalt – ist ein Instrument, um bevorstehende Herausforderungen konstruktiv anzunehmen und ein Bewusstsein für vorhandene und künftige Potenziale zu erzeugen, so der Kern des Konzeptes.

Der Nutzen, der sich aus der Anerkennung von Vielfalt ergibt, steht im Vordergrund der Betrachtung und ist zukunftsweisend für ein gesellschaftliches, friedvolles und wirtschaftliches Zusammenleben. Mit der Diversity-Strategie nimmt die Stadt Köln die Gesamtheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, der Einwohnerinnen und Einwohner und diese darüber hinaus in ihrer Eigenschaft als Kundinnen und Kunden der Verwaltung, umfassend in den Blick, so der Ansatz der Stadtverwaltung.

Diversity-Strategie wird immer wichtiger für Großstädte wie Köln

Zunehmende Relevanz erhält das Thema Diversity aufgrund von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Veränderungen. Sowohl in der Stadtgesellschaft, als auch innerhalb der Belegschaft der Verwaltung erfolgt ein Wandlungsprozess. Es besteht ein sichtbarer Zuwachs von Frauen und Männern mit Familienpflichten, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Lebensälteren und Jüngeren, Menschen mit einer Sinnes-, Lern-, psychischen- oder körperlichen Beeinträchtigung, verschiedener sozialer und kultureller Lebensentwürfe, individueller sexueller Orientierung und Identitäten und mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen.

Durch die Umsetzung der Maßnahmen werden die Potenziale und Ressourcen, die sowohl innerhalb der Mitarbeiterschaft als auch bei künftigen Fach- und Führungskräften vorhanden sind, in den Vordergrund gestellt, gleichermaßen wertgeschätzt und strategisch genutzt. Das vorliegende Konzept bezieht sich im ersten Schritt auf die Ebenen „die Stadt Köln als Arbeitgeberin“ und „die Stadt Köln als Dienstleisterin“. Das dahinterliegende Ziel sei es, eine Kultur der Wertschätzung und Nichtdiskriminierung zu etablieren und zu fördern

Zu den Leitzielen der Verwaltung gehört es auch, das Image Kölns als moderne Verwaltung bis 2020 zu schärfen und sicherzustellen. Diversity Management soll dabei als Querschnittsaufgabe verstanden und umgesetzt werden. Vielfalt, so der Kern, sei dabei ein Potenzial, das in Köln stärker zum Zuge kommen soll. Die Stadtverwaltung will dazu ein gutes Vorbild abgeben, unter anderem durch ein „wertschätzenden Arbeitsumfelds“.

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