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Überraschender Rückzug im Stadtvorstand

Wirtschaftsdezernentin Ute Berg will in Rente gehen

4. Dezember 2016 | 17:00 | red
Wirtschaftsdezernentin Ute Berg. Bild: ehu

Wirtschaftsdezernentin Ute Berg will Ende März 2017 in den Ruhestand gehen. Am heutigen Sonntag bestätigte die Stadt die Planungen der 63-jährigen Wahlbeamtin. Bild: ehu/Archiv

Die amtierende Kölner Beigeordnete für Wirtschaft und Liegenschaften wird voraussichtlich zum 31. März kommenden Jahres ihre Tätigkeit im Kölner Stadtvorstand beenden. Die Entscheidung fiel aus persönlichen Gründen.

Wie die Stadt Köln am heutigen Sonntagnachmittag berichtete, zeigte sich auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker von der Entscheidung Bergs überrascht. Die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete habe Reker um die Versetzung in den Ruhestand gebeten. Berg wurde im Oktober 2010 gewählt und trat ihr Amt Anfang 2011 an, seither war sie neben dem Wirtschaftsdezernat auch für den Bereich Liegenschaften verantwortlich.

Ich habe mich rund sechs Jahre für den Wirtschaftsstandort Köln ins Zeug gelegt. Es war eine spannende Zeit, in der ich viele positive Erfahrungen sammeln durfte. Mit gut 63 Jahren möchte ich nach einem langen Berufsleben mit sehr unterschiedlichen Stationen nun mehr Zeit für meine Familie haben“, erläuterte Berg ihre Entscheidung.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker bedauert die Entscheidung Bergs, kann diese aber nachvollziehen und akzeptieren: „Diese Entscheidung von Ute Berg hat mich überrascht, aber ich kann ihre persönlichen Gründe dafür gut verstehen. Wir haben aufgrund der kollegialen Zusammenarbeit im Beigeordnetenkreis über viele Jahre ein besonderes Vertrauensverhältnis aufgebaut, was uns einen offenen Austausch ermöglichte. Ich danke Ute Berg für ihr großes Engagement, die geleistete gute Arbeit und ihre offenen Beiträge zur Weiterentwicklung unserer Stadt und unseres Wirtschaftsstandorts“, kommentierte Reker die Entscheidung.

Zu den großen Projekten in der Amtszeit Bergs gehörten unter anderem das Großprojekt MesseCity, der Kampf um die Germanwings-/Eurowings-Zentrale, die Fortführung der Planungen zur Konversion des Clouth-Geländes sowie die Zukunft des Staatenhauses in Köln-Deutz. Neben weiteren Ansiedlungen und Standortentscheidungen, an denen Berg beteiligt war, gehörte die Digitalisierung zu den bestimmenden Faktoren ihrer Tätigkeit. Vor wenigen Wochen konnte Berg für sich verbuchen, dass NRW-Fördergelder zum Ausbau eines Digital Hubs auch nach Köln kommen.

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