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Stadtsportbund Köln sagt Sportnacht 2017 ab

Stadtsportbund Köln sagt Sportnacht 2017 ab

6. Dezember 2016 | 09:15 | red
Die große Turnhalle ist nur eine Übergangslösung für die derzeitige Notlage, auch der Kölner Stadtverwaltung. Bild: Stadt Köln

Rund 20 Turnhallen stehen weiterhin nicht dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung. Unter anderem deshalb hat der Stadtsportbund nun die Kölsche Sportnaach abgesagt. Bild: Stadt Köln/Archiv

Dem Kölner Sport ist nicht nach Feiern zumute. Mit dieser Kernaussage hat der Kölner Stadtsportbund (SSBK) die Kölsche Sportnaach im kommenden Jahr abgesagt.

Stadtsportbund und Sportjugend haben in den vergangenen Jahren im jährlichen Turnus die Kölsche Sportnaach organisiert. Doch 2017 wird es diese Feier nicht geben. Hintergrund ist die weiterhin ausgesprochen angepannte Lage der Sportvereine. Zwar weist der FC jede Woche neue Rekordzahlen seiner Mitglieder aus, aber die vielen anderen Sportvereine in der Domstadt haben große Sorgen.

Das hängt vor allem damit zusammen, dass nach wie vor 20 Turnhallen zur notdürftigen Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Das führt dazu, dass zahlreiche Vereine ihren zahlenden Mitgliedern keine ausreichenden Übungs- und Trainingskapazitäten bieten können. Deshalb hatten SSBK und Sportjugend für das kommende Jahr auch eine Beteiligung an anderen Festivitäten abgesagt. Allerdings schob der Vorstand nach, dass die Notunterbringung von Flüchtlingen in den Turnhallen nur einen Teil der Kritik ausmacht.

In der letzten Vorstandssitzung sei man übereingekommen, dass momentan die Durchführung einer solchen Veranstaltung ein falsches Signal sei. „Uns ist nicht nach Feiern zumute. Unsere Sportvereine kämpfen teilweise ums Überleben, leisten trotz stark eingeschränktem Übungs- und Trainingsbetrieb wegen fehlender Bewegungsräume vorbildliche Integrationsarbeit“, erklärte SSBK-Vorsitzende Klaus Hoffmann.

Es kommt aber auf die weiteren Entwicklungen in der Stadt in den nächsten Wochen an. Wir erwarten ein deutliches Signal aus Stadtverwaltung und –politik, dass die Anliegen des organisierten Sports ernst genommen werden“, ergänzte Helmut Schaefer, Vorsitzender der Sportjugend.

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