Adnet
Schaltplatz
Abschied von den Rheinstars Köln

„Storch“ Bernd Kruel beendet aktive Karriere

11. April 2016 | 09:30 | red
fileadmin/assets/images/Sport/2014/August/02082014_Basketball_Neuverpflichtung_Rheinstars_gr.jpg Bernd Kruel, auch genannt „Storch“, verstärkt die Mannschaft der Kölner Basketballer. Er wird auch nach seiner aktiven Laufbahn in Köln bleiben. Bild: 2014 / Sören Pröpper

Bernd Kruel, auch genannt „Storch“, beendet seine aktive Karriere. Bild: Sören Pröpper/Archiv

In wenigen Wochen feiert er seinen 40. Geburtstag. Doch nach mehr als 20 Profijahren als Basketballer in der Bundesliga BBL und der Zweiten Bundesliga ProA hat Bernd Kruel, genannt Storch, seine aktive Sportkarriere bei den Rheinstars Köln beendet.

Vor zwei Jahren hatte der bald 40 Jahre alte Center nach seinem Erstliga-Abschied bei dem Kölner Basketball-Projekt zugesagt, um neben seiner Arbeit als Spieler auch Erfahrungen als Trainer in der NBBL zu sammeln. Ob der Publikumsliebling und Leistungsträger der zurückliegenden Saison in Köln und dem Basketball verbunden bleiben wird, steht derzeit noch nicht fest.

„Es gibt kaum einen Spieler, der sich mehr um die RheinStars verdient gemacht hat. Publikumsliebling, Vaterfigur für die jungen Spieler, Bindeglied zwischen Fans und Mannschaft. Wir können uns nur sehr, sehr herzlich für die vergangenen zwei Spielzeiten bedanken. Er hat uns mit seiner Erfahrung, seinem Charakter, seiner positiven Energie und seinem Willen sehr bei der Entwicklung unserer jungen Mannschaft geholfen“, betonte Stephan Baeck als geschäftsführender Gesellschafter der RheinStars Basketball GmbH. Weil der direkte Aufstieg in dieser Saison nicht wie ursprünglich anvisiert umgesetzt werden konnte, gebe es derzeit keine adäquate Stelle in der Organisation des Profi-Clubs, ließ der Rheinstars-Chef durchblicken.

„Die RheinStars haben mir zum Schluss noch einmal richtig Spaß gemacht. Man spürt, welches Potenzial hier in der Stadt vorhanden ist. Aber ich muss auf meinen Körper hören. Mal schauen, wo mich meine Wege hinführen, ich bin da offen für alles“, erwiderte Kruel.

Kruel blickt auf 20 Spielzeiten in der erste Liga zurück. Stationen Waren Brandt Hagen, Skyliners Frankfurt Telekom Baskets Bonn, Phoenix Hagen mit Meisterschaft und Pokalsiegen, und auch mit den Rheinstars feierte „Storch“ Kruel wichtige Erfolge. Erst die Meisterschaft in der Regionalliga. Dann die Premierensaison in der ProA, bei der die RheinStars den Klassenerhalt frühzeitig feiern konnten und die Playoffs nur hauchdünn verpassten.

Allerdings machten sich beim Routinier in der vergangenen Saison auch Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Aufgrund von Rückenproblemen konnte Kruel in dieser Spielzeit erst ab dem zwölften Spieltag ins Spielgeschehen eingreifen. Doch dann war er die gewohnte Stütze seines Team. Insgesamt bestritt er 16 Spiele, war durchschnittlich knapp elf Minuten auf dem Feld. Sein nun wohl allerletztes Husarenstück lieferte der „Storch“ am 23. Januar diesen Jahres gegen die Hamburg Towers ab, als er nahezu im Alleingang das Spiel mit seinen Aktionen zugunsten von Köln kippte.

Lob gab es nicht nur dafür auch vom Cheftrainer. „Statistiken sind ja die eine Sache. Viel wichtiger war jedoch für uns: Bernd kann Basketball spielen. Er hat schnell Hände, Spielwitz und Cleverness. Auch in diesem Jahr konntest du immer sehen, der weiß was er macht und machen muss, um erfolgreich zu sein. Davon konnten sich junge Spieler sehr viel abschauen“, so Headcoach Arne Woltmann, der Kruel aus seiner eigenen, aktiven Spielzeit kennt.

Leider war es Kruel nicht vergönnt mit seinem Nachwuchsteam weiterzukommen. Nach einer 66:103-Niederlage gegen Alba Berlin in der NBBL-Meisterschaft scheiden die Rheinstars nach nun zwei Niederlagen in der best-of-three-Serie im Playoff-Viertelfinale aus. Kruel hatte den Basketballer-Nachwuchs zusammen mit Matt Dodson trainiert.

, , , , , , , ,