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Weltklasseleistung im Weitsprung

Alexandra Wester kratzt an der Sieben-Meter-Marke im Weitsprung

14. Februar 2016 | 17:00 | red
Alexandra Wester tritt ab sofort für den Kölner Traditionsverein an.  Ihre Bestleistung im Weitsprung liegt bei 6,59 Meter.  Bild: ASV Köln

Alexandra Wester war seit Sommer 2015 für den Kölner Traditionsverein aktiv. Ihre Bestleistung im Weitsprung lag damals bei 6,59 Metern. Bild: ASV Köln

Die Kölner Nachwuchsspringerin Alexandra Wester ist in bestechender Frühform. Beim Indoor-Leichtathletikmeeting in Berlin sprang die junge Wahlkölnerin starke 6,95 Meter und ist damit endgültig für die Hallen-Weltmeisterschaften qualifiziert.

Wie der Kölner Traditionsverein ASV Köln am heutigen Sonntag meldete, war die 21-jährige Athletin, die erst im vergangenen Sommer nach Köln wechselte und seither von ASV-Springercoach Charles Friedeck, selbst einst ein absoluter Weltklassespringer, trainiert wird. Das scheint sich auszuzahlen, denn mit 6,95 Meter gehört Wester nunmehr zu absoluten Weltelite.

Das Berliner ISTAF-Indoor-Meeting ist ein Leichtathletik-Meeting der Extraklasse, wie es seinerseits weltweit wenig Vergleichbares gibt. Die Veranstalter verknüpfen hier auf einzigartige Weise Sport, Show und Unterhaltung. 12.600 Zuschauer in ausverkauftem Haus. Musik, Nebel-, Feuer- und Lichtshow und eine beeindruckende Stimmung. Vor wenigen Wochen sprang Wester mit 6,72 Meter bereits nah an die Qualifikationshürde von 6,75 Meter heran, nun pulverisierte sie diese Norm.

Wester lieferte sich in der Bundeshauptstadt allerdings einen harten Zweikampf mit ihrer ärgsten Konkurrentin, der britischen Weltklasse-Springerin Shara Proctor. Die schaffte im zweiten Versuch die bis dahin neue Weltjahresbestleistung mit 6,91 Meter. Wester, die in ihrem ersten Sprung passable 6,44 Meter sprang, konnte aber kontern. Nach 6,82 Meter im zweiten Versuch explodierte Wester buchstäblich am Balken und schraubte ihre persönliche Bestleistung auf 6,95 Meter.

Die 21-Jährige selbst konnte es kaum fassen, dass sie nach ihrem spektakulären Auftritt beim PSD-Meeting in Düsseldorf nun auch die Weltklasse-Konkurrenz in Berlin dominierte. In ihrem letzten Versuch zeigte sie, dass dies zumindest am Wettkampftag keine Eintagsfliege war. Beim letzten Versuch mit 6,76 Metern traf sie nicht einmal den Balken, möglicherweise wäre sie damit sogar in den erlesenen Kreis der Sieben-Meter-Springerinnen aufgenommen worden.

Der nächste wichtige Wettkampf steht bereits fest. In zwei Wochen sind in Leipzig die deutschen Hallenmeisterschaften. Nach derzeitigem Stand dürfte einer Alexandra Wester in Normalform der Titel kaum zu nehmen sein, liegt sie mit ihrer neuen Bestleistung in diesem Jahr knapp einen halben Meter vor der zweitbesten deutschen Springerin.

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