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Ausbildungsmarkt im Handwerk

4332 neue Ausbildungsverträge im regionalen Handwerk

12. Oktober 2016 | 18:00 | red
Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die Zahl der Ausbildungsverträge ist auch in diesem Jahr wieder gestiegen, möglicherweise eine Trendwende. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die Kölner Handwerkskammer hat am gestrigen Mittwoch eine vorläufige Bilanz des Ausbildungsjahres 2016 gezogen. Demnach wurden im Einzugsbereich der Kammer 4332 neue Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das schon jetzt eine deutliche Steigerung. Noch steht allerdings nicht fest, wie hoch dieser Anstieg tatsächlich ausfällt. Die Zahlen deuten zudem darauf hin, dass das Handwerk in der Region die Trendwende eingeläutet hat.

Wir erwarten einen Zuwachs von fünf Prozent entgegen dem Trend in den anderen Landesteilen. Auch im vergangenen Jahr gab es bereits einen Anstieg um 2,4 Prozent“, erläuterte der Hauptgeschäftsführer der Kölner Handwerkskammer, Dr. Ortwin Weltrich. Seiner Einschätzung nach zahlen sich nun die vielfachen Aktivitäten wie Azubi-Speeddating, mehrsprachige Ausbildungsbörsen, Tag des Handwerks usw. am Lehrstellenmarkt aus. Hingegen war von 2010 bis 2015 im Kammerbezirk Köln die Gesamtzahl der Handwerkslehrlinge um 18 Prozent zurückgegangen.

Trotz der positiven Entwicklung der vergangenen beiden Jahre gibt es auch Probleme, die sich seit einigen Jahren verstärken. Das liegt vor allem am demografischen Wandel und der damit einhergehenden geringeren Anzahl junger Bewerberinnen und Bewerber. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Jugendliche, die nach wie vor erfolglos eine Lehrstelle suchen.

Die Kammer hat auf diese Herausforderung passgenauer Vermittlung reagiert und die eigenen Vermittlungs- und Beratungskapazitäten erheblich ausgebaut. Derzeit gibt es bereits neun Ausbildungsvermittler, die durch Mittel des Landes, des Bundes und der Europäischen Union gefördert werden. Sie können zudem auch Erfolge bei der Vermittlung von schwierigen Fällen vorweisen. Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen beginnt demnächst noch ein Ausbildungsvermittler seine Arbeit bei der Kammer. Er wird sich in erster Linie mit der beruflichen Integration von Flüchtlingen beschäftigen, kündigte die Kammer abschließend an.

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