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Gewerkschaft kündigt weitere Streiks bis Weihnachten an

Arbeitsniederlegung bei Amazon

25. November 2016 | 10:15 | ehu
Seit zwei Jahren befindet sich der Online-Händler Amazon in einer Auseinandersetzung mit der Dienstleistungsgesellschaft Verdi. Symbolbild: ehu

Wegen eines Streiks dürften nicht alle Bestellungen von Amazon so schnell wie üblich ausgeliefert werden. Foto: ehu/Archiv

Während der Online-Versandhändler Amazon zum heutigen „Black Friday“ seine Kunden mit zahlreichen Sonderangeboten lockt, werden die NRW-Standorte Rheinberg und Werne wieder bestreikt. Die Arbeitsniederlegung soll auch am Samstag noch fortgesetzt werden.

Aufgerufen dazu hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Es geht immer noch um die Einführung eines rechtsverbindlichen Tarifvertrags. Zwar hätten die bisherigen Verhandlungen schon zu einigen Verbesserungen geführt, von einer guten Arbeit könne aber weiter nicht die Rede sein, so die zuständige Verdi-Fachbereichsleiterin Silke Zimmer.

So bedeuteten Tage wie der Black Friday massive Arbeitsbelastung und Dauerstress – und das bei untertariflicher Bezahlung. „Mit seiner Verweigerung sorgt der US-Konzern für einen Lohndumpingeffekt in der Branche“, sagte Zimmer. Sie kündigte weitere Arbeitskampfmaßnahmen in der Vorweihnachtszeit an: „Entgegen aller Schönrederei wird Amazon Lieferversprechungen nicht einhalten können.“

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