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Baunachfrage im dritten Quartal 2016 in NRW

Boom am Bau dauert an – Auftragseingänge erneut gestiegen

24. November 2016 | 10:30 | red
Blick auf die Baustelle. Auch bei Dauerregen werden die Bohrpfähle aus einem Metallgeflecht in den Untergrund eingebracht. Heute war inoffizielles "Bergfest" dieses Bauabschnitts.  Bild: Köln Nachrichten

Trotz staatlicher Großprojekte wie dem Neubau des Historischen Archivs am Eifelwall. Der öffentliche Hochbau trat im dritten Quartal bei der Nachfrage auf der Stelle. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die Bauwirtschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland registriert derzeit einen regelrechten Boom. Der hat sich auch im dritten Quartal des laufenden Jahres fortgesetzt.

Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Donnerstag berichtete, erhöhte sich der Bauauftragsindex im Herbst 2016 um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Zwar liegen beide Bereiche – Hoch- und Tiefbau – im Plus, der Anstieg ergab sich jedoch vor allem durch das weiter steigende Nachfragevolumen im Hochbau.

Hier registrierten die Landesstatistiker einen fulminanten Anstieg um 11,7 Prozent. Im Tiefbau hielt sich die Nachfrage nach Baudienstleistungen in Grenzen. Mit einem Anstieg um 1,4 Prozent war die Dynamik hier deutlich moderater.

Bei der Betrachtung der einzelnen Branchen zeigen sich der Wohnungsbau und der gewerblich-industrielle Hochbau mit Wachstumsraten von 14,2 bzw. 11,6 Prozent als Wachstumstreiber. Der öffentliche Hochbau trat im dritten Quartal mit einer Schwarzen Null auf der Stelle. Genau umgekehrt verteilte sich das Wachstum im Tiefbaubereich. Hier brummte die Nachfrage des öffentlichen Tiefbaus mit einem Anstieg um mehr als ein Fünftel (+ 20,9 Prozent).

Negative Vorzeichen gab es hingegen im Straßen (- ein Prozent) und im gewerblich-industriellen Tiefbaubereich. Der verzeichnete mit einem Rückgang um 11,3 Prozent den stärksten Einbruch bei den Auftragseingängen, so die Landesstatistiker abschließend.

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