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Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen

NRW-Einzelhandel auch im April auf Wachstumskurs

30. Mai 2016 | 11:00 | red
Bild: ehu

Auf den Märkten des Landes lief das Geschäft nicht so gut. Ansonsten aber zeigte sich der NRW-Einzelhandel im April solide und im grünen Bereich. Bild: ehu/Archiv

Der nordrhein-westfälische Einzelhandel hat im zurückliegenden Monat April seine Umsätze auch nach Einbeziehung der Teuerung mit einem erneuten und deutlichen Plus beendet. Die Umsätze stiegen um 2,9 Prozent.

Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Montag bekannt gab, gab es im April wegen der niedrigen Inflation kaum einen Unterschied zur Preisentwicklung in absoluten Zahlen. Dabei legte der Einzelhandel im Durchschnitt sogar nur um 2,8 Prozent zu, was Anzeichen für eine weiterhin leichte Deflation gelten mag.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Einzelhandelssegmenten fiel ebenfalls vergleichsweise moderat aus. Bis auf den Bereich Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten gab es in absoluten Zahlen einen leichten Umsatzrückgang von 1,1 Prozent. In allen anderen Einzelhandelsbereichen standen die Zeichen auf Wachstum.

Besonders eklatant war die Spreizung zwischen nominalen und realen Umsatzzahlen an den Tankstellen des Landes. Während die nominalen Zahlen um vergleichsweise geringe 0,6 Prozent stiegen, zogen sie wegen der deutlich gesunkenen Endverbraucherpreise real um stattliche elf Prozent an. Deutlich rückläufig war diese Spreizung indes beim Versand- und Internet-Einzelhandel. Hier stiegen die Umsätze um 5,4 (nominal) bzw. 4,5 Prozent (real) an.

Im Lebensmitteleinzelhandel gab es hingegen nur unterdurchschnittliche Steigerungsraten. Die absoluten Umsätze stiegen um 1,4, die realen um gerade noch 0,4 Prozent. Deutlich besser erging es den Betrieben des Einzelhandels mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik. Hier gab es Umsatzzuwächse von 5,6 (nominal) bzw. 4,4 Prozent (real). Auch der Bereich Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf stieg mit 4,1 (nominal) bzw. 3,4 Prozent stärker als der Durchschnitt der Dienstleistungsbranche.

Für die ersten vier Monate des Jahres 2016 ermittelten die Statistiker für den NRW-Einzelhandel eine reale Umsatzsteigerung von 2,5 Prozent; nominal stiegen die Umsätze gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Einzelhandel stieg im April 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um ein Prozent, bei den Vollzeitbeschäftigten gab es mit 1,3 Prozent sogar ein noch stärkeres Wachstum. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl erhöhte sich in den ersten vier Monaten um 0,9 Prozent, wobei die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 1,2 Prozent und die der Teilzeitbeschäftigten um 0,7 Prozent höher war als von Januar bis April 2015, so die Landesstatistiker abschließend.

 

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