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Startups in Köln - 2

Modelagentur mit Rundum-Service

29. Januar 2016 | 12:00 | red
Stephan M. Czaja gründete eine Modelagentur. 2016 will er international werden.  Bild: Cocain Models

Stephan M. Czaja gründete eine Modelagentur. 2016 will er international werden. Bild: Cocain Models

Stephan M. Czaja ist 28 Jahre alt und Unternehmer aus Leidenschaft. Vor knapp einem Jahr ging er mit seiner neuen Modelagentur Cocaine Models online, für dieses Jahr ist Internationalisierung angesagt. Der Preis für den unternehmerischen Erfolg ist eine 70-Stunden-Woche.

Denn genau hier liegt sein USP, sein spezifischer Wettbewerbsvorteil. Neben dem Auge und der gemeinsamen Sprache mit seinen Kunden zählt für ihn auch der Service-Gedanke. Immerhin rund 90 Models hat der Agenturgründer bereits in seiner Kartei. Und hier beginnt die besondere Service-Leistung seiner jungen Agentur.

Seine Models werden von seinem kleinen Team umfassend betreut, die Agentur verwaltet die Verträge und bietet Schulungen aller Art an. Die meisten Nachwuchs-Schöheiten bewerben sich auf der Internetseite der Agentur. Zuächst wunderte sich der 28-Jährige, dass sie Seite www.cocainemodels.com überhaupt frei war. Dann legte er los, mit einem kleinen Büro im Inkubator Startplatz am Mediapark.

Schnell konnte er Erfolge am Markt erzielen. „Köln ist ein gutes Pflaster. Hier befinden sich viele Medien- und Großkonzerne“, begründet Czaja seine Entscheidung sich in der Millionenmetropole und nicht im benachbarten Modestandort Düsseldorf niederzulassen. Dort hat seine Modelagentur inzwischen auch eine Niederlassung, wie er augenzwinkernd verrät.

Qualität und Vernetzung im Digitalzeitalter unabdingbar

Seine Kundenliste liest sich inzwischen wie ein Who-is-Who der hiesigen Wirtschaft. Und dank der intelligenten Vernetzung mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Instragram hat sich die junge Agentur inzwischen auch bei der Jugend gut etabliert, wie der große Zulauf der regelmäßig und in ganz Deutschland stattfindenden Castings zeigt. Darüber sind bisher allerdings nur rund ein Viertel der Models in die Kartei gelangt, die meisten kommen über direkte Bewerbungen. Dass die Agentur ihr Wunschmodel auf der Straße trifft, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber eher die Ausnahme.

Mit seinem Geschäftskonzept, dass sich auch am Aufbau seiner Internetseite ablesen lässt, geht der 28-jährige Vollblut-Unternehmer über das übliche Modelgeschäft hinaus. Während die großen Agenturen lediglich das Booking, also die Vermittlung von Models zu Auftraggeber, übernehmen, geht Cocaine Models einen Schritt weiter. So findet sich auf der Internetseite unter anderem eine Art Glossar, das den angehenden und interessierten Nachwuchs-Schönheiten das Einmaleins des Model Business vermitteln will.

Beruf und Leben – eine Herausforderung

Die Idee zu diesem Unternehmen kam für Czaja plötzlich, wie so vieles in seinem bisherigen Werdegang. Zwar studiert Czaja derzeit offiziell noch im Fach Medienmanagement. Doch ob er den Abschluss tatsächlich anstrebt, lässt er offen. Seinen ersten Kontakt mit der Welt der Selbständigkeit machte er im zarten Alter von 13 Jahren, damals mit der Programmierung erster Internetseiten. Da seine Eltern aus beruflichen Gründen immer wieder umziehen mussten (bis zu seiner Landung in Köln kommt er auf 17 Wohnortwechsel), sah er es immer als Herausforderung an, sich schnell zu vernetzen.

Und genau diesen Ansatz verfolgte er auch Zeit seines Lebens. Nachdem er zwischenzeitlich im Musikgeschäft (als Publizist und Produzent) tätig war, setzte er parallel auch seine Bildungsbiografie fort. Nach seinem Hauptschulabschluss folgte der so genannte zweite Bildungsweg über die Berufsfachschule zum jetzigen Bachelor-Studiengang. Doch akademische Titel sind nicht das Ziel, sondern Wissen. „Professoren, die nur das Wissen aus Büchern zitieren, bringen mir wenig“, sagt er. Das ist auch einer der Gründe, warum er sich in seinen jetzigen Geschäftsräumen im Inkubator Startplatz so wohl fühlt. „Hier trifft man sich zum Kaffee und zum Austauschen. Viele Tipps von Gleichgesinnten gibt es im Austausch zwischendurch“, so Czaja weiter.

Disziplin und ein langer Atem

Doch geschäftlicher Erfolg ist nicht nur eine gute Idee, eine gut positionierte Website und das dazu notwendige Management-Wissen. Und so brennt in seinem Büro im vierten Stock nicht selten noch lange nach der Tagesschau Licht. Czaja schätzt, dass seine reine Arbeitszeit bei rund 60 bis 70 Wochenstunden liegt, in Spitzenzeiten auch schon mal darüber. Zum Ausgleich für seine berufliche Anspannung macht er regelmäßig eine Stunde Sport. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter seines Unternehmens intern ein fast familäres Verhältnis pflegen. Ändern wird sich das wohl auch in Zukunft kaum. „Wenn ein Kunde aus einer anderen Zeitzone anruft, ist hier das Telefon noch besetzt“, so Czaja. Darum kümmert sich der Chef dann selbst und das eben auch noch lange nach den üblichen Präsenzzeiten.

Weitere Informationen dazu finden sie auch im Internet unter: www.cocainemodels.com.

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