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Geschäftsbericht der Kölnmesse GmbH

Messegesellschaft schließt 2015 mit neuem Umsatz- und Ergebnisrekord ab

6. Juli 2016 | 14:00 | red
v.l.n.r.: Guido Gudat Katharina C. Hamma, OB Henriette Reker, Gerald Böse und Herbert Marner präsentierten heute die Rekordzahlen.  Bild': Kölnmesse GmbH

v.l.n.r.: Guido Gudat Katharina C. Hamma, OB Henriette Reker, Gerald Böse und Herbert Marner präsentierten heute die Rekordzahlen. Bild‘: Kölnmesse GmbH

Die Kölnmesse GmbH hat am heutigen Mittwoch im 14. Stock ihrer Zentrale die Geschäftszahlen des zurückliegenden Jahres 2015 bekannt gegeben. Gewinn und Umsatz schnellen auf ein neues Rekordniveau.

Wie die Verantwortlichen um Messechef Gerald Böse berichteten, erwirtschaftete die mehrheitlich der Stadt gehörende Messegesellschaft einen Konzernumsatz von 321,2 und einen Gewinn in Höhe von 36,7 Millionen Euro. Sowohl bei den eigenen wie auch bei Gastveranstaltungen gab es satte Zuwächse. Damit konnten die Rekordzahlen aus dem Jahr 2013 deutlich gesteigert werden. Auch die eigenen Prognosen habe man übertroffen.

Wir haben 2015 bei Umsatz, Gewinn und der Größe einzelner Veranstaltungen neue Dimensionen erreicht. Damit sind wir die Nummer 3 in Deutschland. Dieser Erfolg ist die Basis für zukünftige Investitionen“, bilanziert Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messegesellschaft. Damit das so bleibt, will die Kölnmesse auch in den kommenden Jahren viel Geld in die Hand nehmen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Messe ihre Pläne zum Ausbau der Infrastruktur für zukünftiges Wachstum vorgestellt. Unter dem Motto „Kölnmesse 3.0“ will die Kölnmesse einen hohen dreistelligen Millionen Euro-Betrag für die Ertüchtigung und Erweiterung ihrer Messegebäude ausgeben. „Die neue Messe wird Image prägend und Sinnbild für Köln und die Region weit über die Landesgrenzen hinaus sein und zugleich ein überzeugendes Statement für die moderne Messewelt darstellen“, lobte Oberbürgermeisterin Henriette Reker als Vorsitzende des Aufsichtsrates.

Die Ergebnisse des von der Tochtergesellschaft Koelnmesse Ausstellungen GmbH betreuten Event- und Gastveranstaltungsgeschäfts trugen maßgeblich zum Rekordjahr bei. An den 25 Gastveranstaltungen am Standort Köln nahmen 2015 nach Angaben der Organisatoren mehr als 7800 Aussteller und über 370.000 Besucher teil. Die Koelnmesse Ausstellungen GmbH hat 15,8 Millionen Euro und damit gegenüber Plan rund 19 Prozent mehr Umsatz erreicht. Deutlich höher als geplant liegt auch der Überschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 7,2 Millionen Euro. „Das zeigt einmal mehr, wie sehr Gastveranstalter die Vorteile unserer Citymesse mitten in Europa schätzen“, erklärte Böse.

Neben Rekordgewinn und -umsatz kann sich die Koelnmesse 2015 über einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von über 56 Millionen Euro freuen, und auch in den nächsten Jahren rechnet das Unternehmen mit positiven Werten. Daraus ergibt sich Spielraum für neue Investitionen, die insbesondere beim Zukunftsprojekt Koelnmesse 3.0 benötigt werden. Die prognostizierten Gewinne der kommenden Jahre fließen deshalb in das Investitionsprogramm der Koelnmesse ein. Der Aufsichtsrat hat bereits über 70 Millionen Euro für die Beauftragung und Umsetzung von Einzelprojekten in 2015 und 2016 freigegeben.

Investitionen in die Zukunft – Kölnmesse 3.0

Mit dem Ende 2014 gestarteten Projekt Koelnmesse 3.0 schafft das Unternehmen bis 2030 nachhaltig das attraktivste innerstädtische Messegelände der Welt und bietet seinen Kunden damit auch in Zukunft den passenden Rahmen für Messen, Events und Kongresse. Neben ersten Sanierungsmaßnahmen schreitet die Planung der Neubauten – Halle 1plus, Confex® und Terminal – voran. Im Fokus stand 2015 die Planung des neuen, rund 3.260 Plätze fassenden Parkhauses. Im März 2016 hat die Messe außerdem im Wettbewerb zur Gestaltung des Südgeländes das Kölner Architekturbüro JSWD ausgewählt.

Die Koelnmesse investiert aber nicht nur in Steine. Ein wichtiger Aspekt von Koelnmesse 3.0, der Entwicklung der Veranstaltungen und der Unternehmensstrategie insgesamt ist die Digitalisierung. Im Rahmen ihrer Digitalen Strategie #dIOI treibt die Koelnmesse die Digitalisierung ihres Geschäfts voran. 2015 standen die Konzeptionierung von Themen wie digitale Ausstattung, Möglichkeiten digitaler Vermarktung, digitaler Vertrieb, neue digitale Services, neue digitale Kommunikationsmittel und mögliche neue digitale Geschäftsmodelle im Mittelpunkt der strategischen Ausgestaltung.

Weitere Bilanzzahlen im Detail

An insgesamt 76 Messen und Ausstellungen in Eigenregie beteiligten sich 2015 mehr als 42.600 ausstellende Unternehmen aus 123 Ländern und rund 2,2 Millionen Besucher aus 205 Staaten. 29 Eigen- und 25 Gastveranstaltungen fanden in Köln statt, 22 Messen im Ausland. Damit konnten die Zahlen aus dem zurückliegenden Rekordjahr teils deutlich übertroffen werden.

Vor allem die eigenen Messen brummten. Nach der Zahl der Aussteller ging es bei der LivingKitchen® (+ 16,2 Prozent) und der Anuga FoodTec (+ 13,3 Prozent) am stärksten nach oben. Ein überdurchschnittliches Besucherwachstum gegenüber der Vorveranstaltung verzeichneten dmexco (+ 47,9 Prozent) und Asia-Pacific Sourcing (+ 47,1 Prozent). Bezogen auf die Aussteller-Standfläche sind unter anderem dmexco (+ 13,3 Prozent) und h+h cologne (+ 14,4 Prozent) deutlich gewachsen.

Bei den dabei erzielten Umsätzen kam die Kölnmesse auf eine Umsatzsteigerung von sechs, der vom Messeverband AUMA ermittelte Durchschnittswert aller Messen indes auf zwei Prozent Umsatzsteigerung. Die Besucherzahlen sind ebenfalls um mehr als sechs Prozent gestiegen, deutschlandweit waren es weniger als drei Prozent. Und auch mit 1,6 Prozent Zuwachs bei der vermieteten Nettofläche liegt die Koelnmesse knapp über dem deutschen Durchschnitt.

Noch ein letztes Verlustjahr – dann nachhaltige Gewinne

Wesentliche Impulse für die positive Prognose liefert auch das Auslandsgeschäft der Kölnmesse. Bei Umsätzen von zuletzt über 20 Millionen Euro (2015: 22,5 Millionen Euro) brummte vor allem das Südamerika-Geschäft (Brasilien, Kolumbien). Thematisch sind die Auslandstöchter hier vor allem im Bereich Ernährung mit 19 und im Einrichtungsbereich mit 14 Messen aktiv. Digitales Entertainment kommt mit inzwischen acht Veranstaltungen vor allem in Deutschland eine wachsende Bedeutung im Messegeschäft zu. Hier sind vor allem die Gamescom und dmexco die Zugpferde.

Für das turnusbedingt schwächere Jahr 2016 plant die Koelnmesse noch einmal mit einem Verlust. 2016 wird aber das letzte Jahr mit einem Fehlbetrag sein, so der Plan. Für die kommenden vier Jahre rechnet das Unternehmen – bei stabiler Wirtschaftsentwicklung – mit einem durchschnittlichen Umsatz oberhalb der 300-Millionen-Euro-Marke und bleibt nachhaltig in der Gewinnzone, hieß es dazu abschließend.

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