Adnet
Schaltplatz
Investition der Rheincargo

Rheincargo schafft zehn neue E-Loks von Bombardier an

25. November 2016 | 16:30 | red
v.l.n.r.: Albert Bastius (Bombardier Transportation), Daniel Jacobs Rheincargo), Mike Niebling (Bombardier) und Wolfgang Birlin (Rheincargo) bei der Fahrzeugübergabe.  Bild: Rheincargo

v.l.n.r.: Albert Bastius (Bombardier Transportation), Daniel Jacobs Rheincargo), Mike Niebling (Bombardier) und Wolfgang Birlin (Rheincargo) bei der Fahrzeugübergabe. Bild: Rheincargo

Das Logistik-Unternehmen Rheincargo hat seinen Fuhrpark modernisiert. Die größte private Güterbahn hat nun gleich zehn neue Triebfahrzeuge der Marke Bombardier angeschafft. Die ersten neuen Maschinen wurden nun offiziell in Dienst gestellt.

Wie das stadtnahe Verkehrsunternehmen am heutigen Freitag berichtete, wird die Umweltbilanz mit den neuen E-Lokomotiven deutlich verbessert. Im Werk Kassel des Bahntechnik-Herstellers Bombardier Transportation übergab der Hersteller die ersten drei von insgesamt zehn elektrischen Lokomotiven der neuesten Generation vom Typ TRAXX AC3 (Baureihe 187) an die Rheincargo. Die restlichen sieben Maschinen sollen bis Ende dieses Jahres in Dienst gestellt werden. Das Logistikunternehmen wird die bis zu 140 Stundenkilometer schnellen E-Loks im bundesweiten Fernverkehr einsetzen und damit unter anderem Mineralöl-, Baustoff- und Containerzüge befördern.

RheinCargo steht für zuverlässige, effiziente und nachhaltige Logistiklösungen. Wir freuen uns, dass wir das Angebot für unsere Kunden in Zukunft weiter verbessern können. Mit den neuen Lokomotiven investieren wir in unsere Produktionsqualität und stärken unsere deutschlandweite Präsenz“, betonte Daniel Jacobs, Leiter Fahrzeugmanagement bei Rheincargo.

Bislang größte Investition des Joint-Ventures

Der Erwerb der zehn neuen Triebfahrzeuge ist für die 2012 gegründete Rheincargo die bislang bedeutendste Investition in den eigenen Fuhrpark. Ab Ende 2013 hatte das Unternehmen zunächst in die Modernisierung seiner Diesel-Lok-Flotte investiert und vollzieht nun den nächsten Schritt. Das Durchschnittsalter des Fuhrpark sinkt mit der Neuanschaffung auf rund acht Jahre. Über den Kaufpreis machte der Logistik-Dienstleister keine Angaben.

Die Herstellung der neuen Triebfahrzeuge ist jedenfalls Ergebnis internationaler Arbeitsteilung. Wie die Rheincargo den Hersteller zitiert, stammen die einzelnen Bauteile aus mehreren europäischen Fertigungsstandorten. So wurden Lokomotiven bei Bombardier in Kassel lediglich endmontiert. Die Wagenkästen kommen aus dem polnischen Wrocław, die Drehgestelle aus Siegen. Antriebs-, Steuerungs- und Sicherheitssysteme wurden in Mannheim und Hennigsdorf sowie im schwedischen Västeras produziert

Die Rheincargo betreibt sieben öffentliche Rheinhäfen in Köln, Neuss und Düsseldorf sowie die größte private deutsche Güterbahn. Mit 90 eigenen Lokomotiven und rund 1000 Waggons hat das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 23 Millionen Tonnen auf der Schiene befördert. Die Transportleistung wurde das vierte Jahr in Folge gesteigert , auf 4,7 Milliarden Tonnenkilometer. In den Häfen werden jährlich mehr als 25 Millionen Tonnen umgeschlagen und rund 1,3 Millionen Container-Einheiten bewegt. Rheincargo ist ein Joint Venture der Kölner Häfen und Güterverkehr AG HGK und der NeussDüsseldorfer Häfen.

, , , , , , , ,