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Neues von der Lanxess AG

Virkon S wirkt gegen Subtypen der Vogelgrippe

3. Dezember 2016 | 12:30 | red
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Der Kölner Spezialchemie-Konzern sieht die Wirksamkeit seines Desinfektionsmittels Virkon S durch mehrere Studien bestätigt. Das Mittel tötet Vogelgrippeviren ab. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Der Kölner Spezialchemie-Konzern Lanxess AG meldete am gestrigen Freitag einen Durchbruch bei der Bekämpfung der derzeit in Europa grassierenden Vogelgrippe. Offenbar wirkt das Veterinär-Desinfektionsmittel Virkon S auch gegen hochansteckende Subtypen des H5N8-Virus.

Wie die Verantwortlichen der börsennotierten Kölner Aktiengesellschaft am Freitag berichteten, hatten Studien von unabhängigen internationalen Prüflaboratorien die Wirksamkeit von Virkon S gegen pathogene Stämme des hochansteckenden Grippevirus bei Vögeln bestätigt. Das Veterinär-Desinfektionsmittel ist ohnehin schon häufig genutzt und das weltweit. Schon vorab galt es als Standard-Desinfektionsmittel zur Notfall-Bekämpfung gegen die aggressiven Grippeviren des Stammes H5N8.

Diese Studien weisen nach, dass Virkon S krankheitserregende Subtypen der Vogelgrippe inaktiviert. Dies gilt auch unter schwierigen Bedingungen wie etwa starker organischer Belastung, Verdünnung durch Regenwasser, bei niedrigen Temperaturen und dem breiten Spektrum krankheitserregender Keime, die in landwirtschaftlichen Betrieben existieren können. Virkon S wird bei einer Verdünnung von 1:100 für den Einsatz als vorbeugende und kontinuierliche Maßnahme zur Biosicherheit empfohlen, um schnell eine hohe Wirksamkeit zu erzielen.

Die hohe Wirksamkeit von Virkon S gegen Mitglieder der Virusfamilie der Orthomyxoviridae (einschließlich der Vogelgrippe des Subtyps H5N1) wurde bereits in einer Reihe von Tests nachgewiesen. Daher ist zu erwarten, dass das Desinfektionsmittel ebenfalls den Subtyp H5N8 inaktiviert, so die Schlussfolgerung der Wissenschaftler im Hause.

Ausbruch der Vogelgrippe in Europa und Asien

Aufgrund von Ausbrüchen der Vogelgrippe H5N8 in Europa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn, Polen, Niederlande, Dänemark, Kroatien) und Asien (zum Beispiel Südkorea, Indien) raten europäische Veterinärexperten den Geflügelproduzenten, höhere Maßnahmen zur Biosicherheit zu ergreifen, um so die Ansteckungsgefahr von Millionen europäischer Vögel in der Nutztierhaltung durch infizierte, wild lebende Zugvögel zu minimieren.

Unabhängig davon, ob die Geflügelbestände im Stall gehalten werden oder nicht, kann sich das hochansteckende Virus an Fahrzeuge heften und so in landwirtschaftliche Betriebe transportiert werden. Dort können Arbeiter den Erreger durch den Kontakt mit ihrer Kleidung und ihrem Schuhwerk verbreiten. Die gefundenen Ergebnisse gelten zudem auch für die winterlichen Temperaturen, die in den kommenden Tagen in Deutschland vorherrschend sein werden.

Vorsichtsmaßnahmen müssen gründlich umgesetzt werden

Das Wichtigste für die Vorbereitung auf eine Notfall-Bekämpfung des Virus muss die erhöhte Wachsamkeit zum Schutz vor aviärer Influenza sein. Pläne für die Bekämpfung dieser hochansteckenden Krankheit sollten auf fundierten sowie effektiven kontinuierlichen Biosicherheitsmaßnahmen basieren, bei denen – wie nachstehend beschrieben – ein Desinfektionsmittel zum Einsatz kommt, das sich als wirksam gegen hochansteckende Subtypen des Vogelgrippevirus erwiesen hat. Wirksame Bekämpfungsstrategien für den Notfall müssen für Regierungen und Geflügelproduzenten international Priorität haben“, erklärte Igor Martin, globaler Leiter des Desinfektionsgeschäfts im Geschäftsbereich Material Production Products von Lanxess.

Aber auch die Geflügelproduzenten sind in der Pflicht. Sie sollten sicherstellen, dass ihre Biosicherheitsmaßnahmen streng eingehalten werden. Neben strikten Zugangskontrollen, der Biosicherheit beim Transport, der Desinfektion von Schuhen, Schutzkleidung und Händen und umfangreichen Reinigungsmaßnahmen in den Stallungen müsse auch der Kontakt mit Wildvögeln vermieden werden.

Das Desinfektionsmittel von Lanxess ist Teil des Geschäftsbereiches Material Protection Products. Die Produktion umfasst rund 500 Beschäftigte in neun Standorten in sechs Ländern, darunter auch in den deutschen Produktionsstandorten Krefeld-Uerdingen und Dormagen. Dieser Bereich ist dabei Teil des Geschäftssegments Performance Chemicals, das im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 2,1 Mio. Euro verzeichnete.

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