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Insolvenz von Strauss Innovation

Warenhausfilialist muss Filialen schließen

2. Dezember 2016 | 19:30 | red
Der Online-Shop bleibt, die Offline-Filialen müssen schließen. Der Insolvenzverwalter hat am heutigen Freitag das Ende des Einzelhändlers eingeläutet.  Bild: Screenshot

Der Online-Shop bleibt, die Offline-Filialen müssen schließen. Der Insolvenzverwalter hat am heutigen Freitag das Ende des Einzelhändlers eingeläutet. Bild: Screenshot

Der Bekleidungsfilialist Strauss Innovation ist am Ende. Davon sind vor allem Nordrhein-Westfalen und die Bundeshauptstadt Berlin betroffen. In 57 Filialen und der Zentrale in Langenfeld gehen nun die Lichter aus.

Wie der zuständige Insolvenzverwalter Dirk Andres am heutigen Freitag bestätigte, geht es um insgesamt 670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nachdem es ihm nicht gelungen war, einen Investor zu finden, soll nun der Geschäftsbetrieb in mehreren Stufen eingestellt werden. In den Filialen werde man nun mit dem Ausverkauf beginnen, die ersten Filialen sollen bereits zum Jahreswechsel, die letzten Ende Februar 2017 schließen.

In Köln unterhält das Unternehmen fünf Filialen, darunter auch zwei in der Kölner Innenstadt (Chlodwigplatz, Breite Straße). Weitere Filialen befinden sich in Umlandgemeinden wie Leverkusen, Bergisch-Gladbach, Frechen und Siegburg. Nicht betroffen ist allerdings der Online-Shop von Strauss Innovation. Der wird weiter seine bestellten Waren ausliefern, hieß es dazu weiter.

Zuletzt musste das Management Ende September dieses Jahres die Zahlungsunfähigkeit beantragen. Es war die dritte Insolvenz innerhalb von nur zwei Jahren. Das Warenhaus hatte neben Bekleidungsartikeln auch Kleinwaren und Lebensmittel im Sortiment und musste bereits in der Vergangenheit zurückfahren. Nach einer ersten Insolvenz in Eigenverwaltung mussten die Verantwortlichen nach der Insolvenz der damaligen Mutter DMH (Deutsche Mittelstandsholding in Frankfurt am Main) ein zweites Mal einen Insolvenzantrag einreichen. Das Filialnetz war bereits von 77 auf 57 reduziert worden. Außerdem fielen den Sanierungsmaßnahmen bereits Hunderte Arbeitsplätze zum Opfer.

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