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Startup Weekend Cologne 2016

Bürgermeisterin ist begeistert und sagt Unterstützung zu

29. Januar 2016 | 21:00 | red
Bürgermeisterin Elfi Scho fühlt sich sichtlich wohl unter so vielen jungen Menschen. Beim heutigen Auftakt zu einer weiteren Ausgabe der Reihe "Startup Weekend Cologne" machte sie Mut.  Bild: Archiv Köln Nachrichten

Bürgermeisterin Elfi Scho fühlt sich sichtlich wohl unter so vielen jungen Menschen. Beim heutigen Auftakt zu einer weiteren Ausgabe der Reihe „Startup Weekend Cologne“ machte sie Mut. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Am heutigen Freitagabend startete eine weitere Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Startup Weekend Cologne“. Mit mehr als einem Dutzend erster Ideen und den sich dazu findenden Teams geht es nun in eine neue Runde. Gesucht wird ein zukunftsfähiges Startup-Konzept, gepitcht wird am Sonntagnachmittag.

Kölns erste Bürgermeisterin Elfi Scho kam mit „akademischer“ Verspätung, was der Stimmung des mehr als 100-köpfigen Auditoriums aber keinen Abbruch tat. Und so begann eine weitere Ausgabe eines erfolgreichen Formats, das vor allem eines soll: die Gründerkultur fördern. Nicht Bedenken tragen oder Risiken betonen stehen im Fokus des bevorstehenden Wochenendes. Und während die meisten Jungen um diese Zeit die Partymeilen Kölns bevölkern, werden insgesamt acht Teams, die nach dem reinen Zufallsprinzip zusammengestellt wurden, bis zum Sonntagnachmittag an ihrem „Abschluss-Pitch“ arbeiten.

Ich habe das hier in sehr guter Erinnerung, als ich vor rund zwei Jahren mal als ganz normaler Gast mit meiner Tochter teilgenommen habe“, wurde die erste Stellvertreterin von Kölns neuer Oberbürgermeisterin Henriette Reker persönlich. „Schnupperkurs“ nennt das die Politikerin, die seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres als „Nachrückerin“ im Berliner Bundestag Sitz und Stimme hat, um sogleich ihre Unterstützung anzubieten. „Die Stadt wertschätzt das sehr, was sie tun“, übte sich Scho als Motivatorin. Nachdenklich wurde sie in Fragen der Familienfreundlichkeit. Denn an einem Freitagabend aktiv eine Unternehmensidee voranzutreiben, ist das Gegenteil dessen, was derzeit in Berlin Stand der arbeitsrechtlichen Diskussion ist.

Viele Familien und viele Frauen wollen vielleicht am Freitagabend lieber woanders sein. Es gibt aber Handlungsbedarf in Sachen Unternehmnensgründerinnen“, so die erste Bürgermeisterin zum deutlichen Übergewicht männlicher Entrepreneurs in spe.

Moderator Wout Laban, 26 Jahre alt und 2013 erstmals als Gast bei einer Kölner Ausgabe des Startup Weekends dabei, begann selbst ein Jahr später die Veranstaltungen zu moderieren und zu eröffnen. Das macht er wie gewohnt in Englisch, denn auch viele der Anwesenden sind in der Weltsprache muttersprachlich unterwegs, ein Flair von Internationalität. Für den Amsterdamer selbst ist das 15. Event eine besondere Freude. Über dieses Format hat er bereits andere Länder und deren Gründer-Szenen erfahren können, unter anderem im Iran und Bosnien. „Interessant“, so sein Kommentar, seine Augen drücken Begeisterung aus. Mit dem Auftritt vor der Kulisse des zentralen Platzes im Kölner Mediapark kehrt er so knapp drei Jahre später wieder dorthin zurück, wo alles begann. „Man sieht sich halt immer zwei Mal, mindestens“.

Das Konzept des Startup Weekends Cologne

In den kommenden 48 Stunden werden die einzelnen Teams ihre Ideen zunächst zu Papier bringen, danach wird an dem Konzept gefeilt. Doch bevor der „final pitch“ am Sonntagnachmittag auf dem Programm steht, müssen erst einmal Rahmenbedingungen gesetzt und mögliche Umsetzungs-Szenarien durchdiskutiert werden. Viele Anfangsideen werden modifiziert, übergreifende Kontakte geknüpft und so eine mögliche Idee zur möglichen Reife getrieben.

Durch die Mischung im Publikum – neben einem halben Dutzend Helferinnen und Helfern des Event-Teams setzt sich das Auditoriums aus Gründungswilligen und Interessierten, aber eben auch Design- und IT-Kreativen zusammen. „Die Mischung macht’s und der Zufall will’s“. Wichtig – und auch hier hatte die studierte Architektin Scho einen passenden Tipp parat – ist der spielerische Ansatz. „Seien sie neugierig auf ihre neue Welt der Selbständigkeit“, so der abschließende Rat der SPD-Politikerin.

Einen Überblick und weitere Infos und Impressionen der Veranstaltung finden sie im Internet unter: www.up.co.

 

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