Städtepartnerschaft Köln-Tel Aviv neu belebt

Startup-Szenen in beiden Städten sollen sich intensiver vernetzen

21. Januar 2016 | 15:00 | red
Bild: Archiv Köln Nachrichten

XDie Startups-Szenen in Köln und Tel Aviv sollen sich besser vernetzen. Die Stadt startet dazu nun eine neue Kooperation mit dem Innovationszentrum SOSA. Symbolbild: Archiv Köln Nachrichten

Die Stadt Köln hat sich die Förderung der hiesigen Startup-Szene auf die Fahnen geschrieben. Dazu soll es nun eine neue Initiative zwischen der Stadt Köln und dem Innovationszentrum SOSA in Tel Aviv geben.

Demnach bietet die neue internationale Kooperation zwischen den Akteuren im Rheinland und in Israel für beide Seiten Vorteile. So soll die Kooperation mit dem israelischen Innovationszentrum für Kölner Startups und Unternehmen neue Chancen des Erfahrungs- und Technikaustauschs bringen. Außerdem erhoffen sich die Initiatoren einen erleichterten Zugang zu Investmentfonds und israelischen Startups. Im Gegenzug profitieren die Unternehmensgründungen aus Tel Aviv von starken Business- und Industriepartnern in Köln und haben darüber zusätzlichen Zugang zum europäischen Markt.

Köln baut seine Position im nationalen und internationalen Wettbewerb weiter aus und schließt zu den Spitzen der Startup-Szenen und der innovativen und digitalen Wirtschaft auf. Wir wollen von den besten und innovativsten Szenen wie Tel Aviv lernen und die Unternehmen und Startup-Szenen miteinander vernetzen“, betonte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „Tel Aviv hat sich in den letzten Jahren zur weltweit stärksten digitalen Startup- und Tech-Gründer-Szene außerhalb des Silicon Valley in den USA entwickelt. Eine ideale Möglichkeit, unsere langjährige und gut funktionierende Städtepartnerschaft auch im Wirtschaftsbereich auszubauen“, ergänzte Wirtschaftsdezernentin Ute Berg.

Die Stadt Köln fördert aktiv die digitale Transformation und den Aufbau innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort. Ich freue mich, dass SOSA, Zentrum der High-Tech-Industrie in Israel, dabei ist. Als strategische Partner freuen wir uns darauf, gemeinsam eine Brücke zwischen den Wirtschaftsstandorten Köln und Tel Aviv zu schlagen, indem wir innovative israelische Startups mit führenden Kölner Unternehmen vernetzen und Kölner Gründerinnen, Gründer und Startups mit dem Innovations-Ökosystem in Tel-Aviv zusammenbringen“, erwiderte sagt Roy Oron, CEO von SO-SA Global.

Gute Gründe für ein Zusammengehen

Die Millionenstadt am Rhein hat nicht zuletzt dank der Aktivitäten privater Innovationsförderer und dem neuen Schwerpunktthema der Kölner Industrie- und Handelskammer IHK ihren Fokus in diesem Jahr auf das Thema Startups gelegt. Der Standort profitiert dabei von seiner breit gefächerten Wirtschafts- und Branchenstruktur. Schon vor mehr als einem Jahrzehnt definierte die Stadtspitze hier zehn so genannte „Leitbranchen“. Digitale Startups lagen damals aber noch nicht im Fokus städtischer Aufmerksamkeit.

Beim Thema Digitalisierung und Internet sieht sich die Domstadt sehr gut aufgestellt. 96 Prozent aller Haushalte haben Zugang zum schnellen Netz, was Köln nach einer Breitbandstudie der NRW.Bank zum Spitzenreiter in Nordrhein Westfalen macht. Darüber hinaus ist Köln der Top-Internet- und Startup-Standort in Nordrhein-Westfalen. Dies wird auch belegt durch die Veröffentlichung „Entrepreneurship Analysen IKT.NRW / Startup-Verzeichnis NRW“ des Landeswirtschaftsministeriums.

Initiative aus der Kölner Stadtverwaltung

Initiator der nun eingeleiteten Zusammenarbeit zwischen Stadt und SOSA war die Stabsstelle Medien im Wirtschaftsdezernat. SOSA ist ein renommiertes Innovationszentrum und eine Plattform für Startups, Business-Angels und Venture-Kapitalgesellschaften. Zu den Kernaufgaben gehört es, Unternehmen und Investoren, Startups und multinationale Konzerne, Branchenexperten und Gründer, sowie Fachleute aus Technologiebranchen zusammenzubringen. Ursprünglich aus der Startup-Szene heraus gegründet ist SOSA heute Sitz von 25 lokalen und globalen Risikokapitalfondsgesellschaften, Business Angels und weltweit führenden Technologieunternehmen, wie etwa Paypal, Microsoft oder Qualcomm.

Unterstützt und gefördert wird die Netzwerkarbeit durch eine ganze Reihe namhafter Mentoren. Neben der IHK-Initiative „Digital Cologne“ gehören hierzu auch der in Köln ansässige Verband der deutschen Internetwirtschaft eco, zahlreiche so genannte Business Angels sowie Gründerzentren und Coworking-Anbieter wie Startplatz, Solution Center oder das Gateway, dass dieser Tage sein einjähriges Bestehen feiert.

Weitere Details zum Netzwerk der digitalen Partner in Köln finden sie auch im Internet unter: www.dip.cologne.

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